US-Präsident Donald Trump hat erklärt, dass das von Katar geschenkte Flugzeug, das derzeit als Air Force One dient, in Kürze zur Nachrüstung geschickt werde. Zuvor waren Fragen zu den Sicherheitsmerkmalen der Maschine aufgekommen.
Trump fliegt seit dem 1. Juli mit dem Großraumflugzeug, nachdem er es im vergangenen Jahr als Geschenk angenommen hatte. Damals begann ein beschleunigter Umbau der Boeing 747 für den Einsatz als Präsidentenmaschine.
Doch überraschend verzichtete Trump auf einem Flug von der Türkei ins Vereinigte Königreich am 8. Juli inmitten wachsender Spannungen mit dem Iran auf das Flugzeug. Er flog stattdessen mit einer älteren Air Force One nach London – nach eigenen Worten "aus alten Zeiten" –, bestieg für den Rückflug in die USA aber wieder die neue Maschine.
Auf dem Rückweg von einem Besuch des Endspiels der Fußball-Weltmeisterschaft in New Jersey wurde Trump gefragt, ob der frisch nachgerüsteten Maschine Raketenabwehrfähigkeiten fehlten.
"Sie hat eine Menge Fähigkeiten", sagte Trump über das Flugzeug. "Aber soweit ich weiß, wird sie in etwa einem Monat zur vollständigen Aufrüstung geschickt [...]. Das wird ungefähr einen Monat dauern."
Die US-Luftwaffe reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
Boeing kommt mit Nachfolgemodell nicht hinterher
Die neue Maschine, deren Lackierung in Rot, Weiß, Dunkelblau und Gold von Trump ausgewählt wurde, wurde vom Rüstungskonzern "L3Harris Technologies" umgebaut.
Sie soll als vorübergehender Ersatz dienen, da Boeing Schwierigkeiten hat, die seit Langem verspäteten neuen Air-Force-One-Maschinen der nächsten Generation auszuliefern. Boeing arbeitet an der Auslieferung zweier eigens gebauter Boeing 747-8, basierend auf einem 2018 unterzeichneten Festpreisvertrag über 3,9 Milliarden Dollar (umgerechnet rund 3,4 Milliarden Euro), der mittlerweile vier Jahre hinter dem Zeitplan und über dem Budget liegt. Die Auslieferung der neuen Maschinen wird für Mitte 2028 erwartet.
Kritik an Sicherheitsstandards und Kosten
Die Umrüstung der Maschine aus Katar wurde so schnell abgeschlossen, dass einige Experten Bedenken äußerten, das Flugzeug könnte weniger sicher sein als die hellblaue Air Force One, die es ablöste. Kritiker stellten zudem die Kosten und die Angemessenheit der Annahme des Geschenks infrage.
Journalisten der "New York Times", die über die Sicherheitsmerkmale der neuen Maschine berichtet hatten, wurden Anfang des Monats vorgeladen. Die Zeitung hat ein Gericht gebeten, diese Anordnungen zum Erscheinen vor einer Grand Jury am Bundesgericht in Manhattan zu blockieren.