Die Tiefflüge zweier Jets knapp über dem Dach eines Stadions im südafrikanischen Kapstadt haben zu Beginn eines internationalen Rugby-Spiels eine hitzige Debatte über Sicherheitsrisiken ausgelöst. Die Maschinen der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink flogen am Samstag äußerst tief über das DHL Stadion, während die Veranstalter gleichzeitig bunte Rauchfackeln in die Luft schossen.
Im Stadion hatten sich rund 60.000 Zuschauer für das Spiel zwischen Südafrika und Neuseeland versammelt. Nach Angaben der Flugverfolgungs-Website "Flightradar24" flog eines der Flugzeuge etwa 15 Meter über das Stadiondach.
Empörte Südafrikaner bezeichneten den Überflug über das voll besetzte Stadion in sozialen Medien als gefährlich und rücksichtslos. Der Überflug sei "viel zu niedrig", "völlig unnötig" und "beängstigend" gewesen, hieß es.
Airlink erklärte in einer Mitteilung, das Manöver sei mit Präzision ausgeführt worden und mit Unterstützung der Luftfahrtbehörden sorgfältig geplant gewesen. "Die beiden Flugzeuge wurden von einer äußerst erfahrenen Besatzung geflogen, die jeweils aus drei erfahrenen Piloten bestand", so Airlink. Die Flüge hätten die genehmigten und erprobten Sicherheitshöhen- und Geschwindigkeitsgrenzen für den Überflug eingehalten.
Auch Sportminister Gayton McKenzie verteidigte das Flugmanöver. "Es ist eine bekannte Tatsache, dass wir die besten Piloten der Welt haben, das war spektakulär", schrieb der Minister nach dem Spiel auf "X".