Ryanair-Passagiere mit Aufgabegepäck müssen ab dem 10. November früher ihr Gepäck am Flughafen aufgeben. Die Frist für Check-in und Gepäckaufgabe soll an allen Flughäfen im Streckennetz gelten.
Statt bisher 40 Minuten schließen die Schalter künftig bereits 60 Minuten vor der geplanten Abflugzeit, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Damit sollen Passagiere "mehr Zeit erhalten, um Sicherheits- und Passkontrollen zu durchlaufen".
Die Friständerung geht einher mit dem Ausbau von Self-Service-Kiosken für die Gepäckaufgabe.
Über die App können Passagiere ihr Gepäck selbst einchecken und Gepäckanhänger ausdrucken, was die Abfertigung beschleunigen und Wartezeiten verkürzen soll.
Bis Oktober sollen nach Unternehmensangaben mehr als 95 Prozent der Flughäfen im Streckennetz mit den Automaten ausgestattet sein.
Teil einer umfassenderen Digitalisierungsstrategie
Die Maßnahme ist Teil der laufenden digitalen Transformation der Fluggesellschaft. Ryanair-Group-Chef Michael O'Leary hatte bereits angekündigt, die Check-in-Schalter langfristig vollständig abschaffen zu wollen. Derzeit nutzen nach Unternehmensangaben bereits 80 Prozent der Passagiere digitale Boarding-Pässe.
Ein erster Schritt auf diesem Weg ist die Umstellung auf ausschließlich digitale Boarding-Pässe, die ab dem 12. November gelten soll. Ursprünglich war der 3. November als Stichtag vorgesehen – den späteren Termin begründete das Unternehmen damit, dass er in eine reiseschwächere Zeit nach den Herbstferien falle.
Ryanair-Marketingchef Dara Brady sagte, insbesondere in verkehrsreichen Reisezeiten, in denen die Warteschlangen an den Kontrollstellen mitunter länger seien, verschaffe die Regelung den betroffenen Passagieren mehr Spielraum, rechtzeitig das Abfluggate zu erreichen.