Wie die Indextochter der Deutschen Börse, ISS Stoxx, mitteilte, ist der Dax unverändert geblieben. Die Deutsche Lufthansa verpasste damit erneut die Rückkehr in die erste deutsche Börsenliga.
Das Dax-Gründungsmitglied wartet seit sechs Jahren vergeblich auf ein Comeback. Bereits im März und im Juni war sie knapp an der Hürde gescheitert. Sie bleibt damit weiterhin im Nebenwertindex M-Dax.
2020 hatte die Corona-Krise die Fluggesellschaft zum Abstieg verurteilt. Der Passagierverkehr kam weltweit praktisch zum Erliegen, die Airline erlitt Milliardenverluste und musste mit einem Rettungspaket vom Staat gestützt werden. Die Aktien rauschten in der Folge auf ein Rekordtief von knapp über fünf Euro. Zwar liegt der Kurs mit zuletzt 7,71 Euro wieder deutlich darüber, von den Höchstständen von 22 Euro zum Jahreswechsel 2017/2018 ist er aber meilenweit entfernt. Das Branchenumfeld bleibt mit den Kriegen in der Ukraine und im Iran, die zu Luftraumsperrungen, Flugausfällen und stark gestiegenen Kerosinkosten führen, herausfordernd.
Die mit einer Flotte von 740 Flugzeugen größte Airline-Gruppe Europas schnitt mit einer Marge von rund fünf Prozent bei 39,6 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr schlechter ab als die Rivalen Air France-KLM mit sechs Prozent und die britisch-spanische IAG mit 15 Prozent. Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr strebt für den Konzern bis zum Ende des Jahrzehnts eine Rendite von acht bis zehn Prozent an. Die Kernmarke mit dem Kranich durchläuft deshalb seit zwei Jahren ein Spar- und Modernisierungsprogramm.
Für die Index-Überprüfung erstellt die Deutsche Börse eine Rangliste nach der Marktkapitalisierung des Streubesitzes. Basis ist diesmal jeweils der handelsgewichtete Durchschnittskurs des Monats August.