Vier Strecken ab München werden ab Mitte April als erste mit der neu ausgerüsteten Airbus A380 der Lufthansa bedient. Das geht aus einer Analyse von Lufthansas Flugplan-API hervor, über die das Luftfahrtfachportal "Simple Flying" berichtete.
Demnach nimmt die erste umgerüstete Maschine ab dem 17. April auf dem Weg nach Boston (Flug LH424/425) ihren Betrieb auf. Los Angeles folgt ab dem 18. April (LH452/453), Washington Dulles ab dem 19. April (LH414/415) und Delhi ab dem 21. April (LH762/763).
Die vier Einstiegsstrecken – Boston, Los Angeles, Washington Dulles und Delhi – zählen bereits heute zu den frequenzstärksten Business-Class-Verbindungen der Lufthansa ab München.
Die neue Kabinenversion unterscheidet sich im Buchungssystem durch einen geänderten Konfigurationscode von der bisherigen Ausstattung. Kernstück der Überarbeitung ist der Wechsel von der bisherigen 2-2-2-Anordnung in der Business Class zu einer modernen 1-2-1-Konfiguration mit direktem Gangzugang für alle Passagiere. Eingebaut werden Sitze vom Typ Thompson Aero Vantage XL, die 58 Zentimeter breit sind und sich zu vollständig flachen Betten mit einer Länge von mindestens zwei Metern umwandeln lassen. Bluetooth-Konnektivität und verstellbare Sichtblenden gehören ebenfalls zum neuen Standard.
Im Zuge des Umbaus sinkt die Zahl der Business-Class-Sitze von 78 auf 68. Unverändert bleiben acht Sitze in der First Class, 52 im Premium Economy sowie 371 in der Economy. Lufthansa hatte den Umbau aller acht A380 im Januar angekündigt. Die Umbauarbeiten führt die Elbe Flugzeugwerke im sächsischen Dresden durch. Die gesamte A380-Flotte soll bis Mitte 2027 umgerüstet sein.
Kein Allegris: Lufthansa wählt Standardsitz für die A380
Heiko Reitz, Hub Manager München bei der Lufthansa Airlines, erklärte: "Die neue Kabinenausstattung bietet mehr Privatsphäre und deutlich mehr Komfort als bisher. Wir freuen uns darauf, unseren Passagieren dieses verbesserte Reiseerlebnis in der Business Class ab April anzubieten."
Beim Umbau entschied sich Lufthansa gegen den Einbau ihres eigenen Allegris-Sitzsystems und setzte stattdessen auf den bereits auf anderen Langstreckentypen bewährten Thompson-Aero-Sitz. Dieser Schritt ermöglichte eine schnellere Umsetzung, da aufwendige Zertifizierungsverfahren entfallen. Bei der Boeing 747-8 hatte Lufthansa hingegen auf Allegris gesetzt.