Darf CDU-Chef Friedrich Merz als Privatpilot noch fliegen, wenn er Kanzler ist? In der ARD-Sendung "Caren Miosga" räumte er ein: "Danach habe ich noch keinen gefragt, ob ich das darf." Er weigere sich im Augenblick, diese Frage zu stellen.
"Sie müssen ja, um die Lizenz zu behalten, bestimmte Stunden fliegen", warf Moderatorin Miosga ein. Merz erwiderte: "Seit gestern habe ich sie wieder für ein Jahr, und jetzt schauen wir mal, was ich noch darf."
Merz ist leidenschaftlicher Pilot. "Fliegen war schon immer der Traum meiner Jugend. Wenn man durch die Wolkendecke stößt, den blauen Himmel sieht und die Motoren friedlich vor sich hinlaufen - das ist für mich eine große Freude", sagte Merz im Sommer 2022 der Zeitschrift "Bunte".
Kurz zuvor war er gemeinsam mit seiner Frau Charlotte mit einem Privatflieger zur Hochzeit des damaligen Bundesfinanzministers Christian Lindner (FDP) nach Sylt geflogen.
Merz nutzt seine DA-62 aber vor allem dienstlich. Einer Auswertung der Taz zufolge war die häufigste Flugroute in den vergangenen drei Jahren die Strecke zwischen Arnsberg – wo Merz wohnt – und Schönhagen südlich von Berlin. "Der Hinflug fällt oft auf den Beginn von Sitzungswochen des Bundestags. Wenn diese enden, gibt es einen Flug zurück nach Arnsberg."
Wenn Merz Kanzler wird, kann er diese Route mit der Flugbereitschaft zurücklegen. Das ist dann schneller, macht aber bestimmt weniger Spaß.