Das kalifornische Luftfahrt-Start-up Jetzero hat die kritische Designprüfung für sein Flugzeugkonzept Z4 erfolgreich abgeschlossen. Das berichtete "AIN". Die Prüfung wurde am 29. Mai beendet.
Die Z4 basiert auf dem sogenannten Blended-Wing-Body-Konzept, bei dem Rumpf und Tragflächen nahtlos ineinander übergehen. Jetzero verspricht dadurch bis zu 50 Prozent weniger Treibstoffverbrauch und Treibhausgasemissionen im Vergleich zu herkömmlichen Flugzeugen bei gleichen konventionellen Triebwerken.
Das Flugzeug soll 200 bis 250 Passagiere befördern können und eine Reichweite von umgerechnet über 9000 Kilometern erreichen. Damit zielt Jetzero auf eine Marktlücke zwischen großen Schmalrumpf- und kleinen Breitrumpfflugzeugen ab.
Der erste Testflug des Technologie-Demonstrators sei für 2027 geplant, hieß es in dem Bericht. Für diesen werde Jetzero zwei "Pratt & Whitney" PW2040-Triebwerke verwenden. Collins Aerospace soll die Triebwerksgondeln liefern.
United Airlines hat bereits eine Bestellung über bis zu 200 Z4-Flugzeuge angekündigt. Auch Delta Air Lines und Easyjet haben Interesse an dem Konzept bekundet. Jetzero entwickelt den Demonstrator mit Unterstützung der NASA und der US-Luftwaffe, die einen 235-Millionen-Dollar-Vertrag (rund 204 Millionen Euro) mit dem Unternehmen abgeschlossen hat.
Das Unternehmen setzt bewusst auf konventionelle Triebwerke statt auf elektrische oder wasserstoffbasierte Antriebe. Dies soll die Zulassung beschleunigen und Leistungseinbußen vermeiden, wie Jetzero erklärte.