Angesichts des Iran-Kriegs versuchen einige Menschen auch mit gecharterten Privatjets aus der Golfregion herauszukommen. Der Charterflug-Anbieter Global Charter berichtete der Deutschen Presse-Agentur von einer sehr hohen Zahl an Anfragen von Menschen, die Dubai schnell verlassen wollten.
Auch der Anbieter Jet-VIP verzeichnet eine gestiegene Nachfrage nach spontanen Flügen seit Beginn der Spannungen am Golf. Nicht nur die üblichen Kunden, sondern auch Geschäftsreisende und Familien hätten sich gemeldet, sagte Unternehmenschef Altay Kula.
Die Preise für solche Flüge seien deutlich höher als normalerweise, hieß es von Global Charter. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem veränderte Versicherungsbedingungen. Kula verwies zudem darauf, dass Flugstrecken teils länger würden, um bestimmte Lufträume zu vermeiden.
Hinzu komme eine begrenzte Zahl an Jets und Personal, die in dem Gebiet zu fliegen bereit seien. Genaue Preise nannten die Unternehmen nicht.
Abflüge vor allem aus Maskat und Saudi-Arabien
Wie bei anderen Rückholflügen starten auch die Privatjet-Flüge zumeist nicht aus Dubai. Global Charter flog vor allem aus Maskat im Oman. Jet-VIP operierte aus dem Oman und aus Saudi-Arabien. Die Ziele der Kunden reichten von London und Paris über Bangkok und Istanbul bis zu den Malediven.
Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen in der Region Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten.
Viele Golfstaaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest. Israel und die USA hatten am Samstagmorgen mit Luft- und Raketenangriffen auf den Iran begonnen, bei denen Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei und andere führende Vertreter des iranischen Machtapparats getötet wurden. Das iranische Militär reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion.