Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat einen ehrgeizigen Fünfjahresplan vorgestellt und gleichzeitig die Zukunft ihrer Tochtergesellschaft Iberia Express geklärt.
Der "Plan de Vuelo 2030" sieht erhebliche Investitionen und Expansion vor. So will Iberia bis 2030 insgesamt sechs Milliarden Euro investieren, davon 70 Prozent in die Flotte. Zu den aktuell 45 Langstreckenflugzeugen kommen den Angaben nach mindestens 14 weitere Maschinen hinzu.
Das Unternehmen plant aktuell bereits drei neue Ziele in Nordamerika: Toronto, Philadelphia und Monterrey. Zudem soll die Belegschaft um 1000 Beschäftigte pro Jahr wachsen, wie Iberia-Chef Marco Sansavini am Mittwoch in Madrid mitteilte.
Basis für die Expansionspläne ist eine Betriebsmarge zwischen 13,5 und 15 Prozent pro Jahr. Sollte Iberia diese Ziele nicht erreichen oder von Arbeitskonflikten betroffen sein, kann die Muttergesellschaft IAG Investitionen schnell stoppen. Iberia war einst chronisch defizitär und ist heute eine der rentabelsten IAG-Töchter.
Die 2011 gegründete Tochter Iberia Express wird derweil nicht aufgelöst. Entsprechende Gerüchte hatte es vorher gegeben, nachdem die Piloten einen Tarifvertrag abgelehnt hatten.
Die Airline mit niedrigeren Personalkosten als die Mutter betreibt 25 Airbus A320 und A321 Neo. Sansavini stellte klar, dass ohne Tarifeinigung das Wachstum von Iberia Express gestoppt werde, ein Ende der Fluglinie aber nicht geplant sei.