Die US-Aerospace-Zulieferer Honeywell Aerospace und Howmet Aerospace haben sich zuversichtlich gezeigt, ihre Kapazitäten an die steigende Nachfrage aus ziviler Luftfahrt und Rüstung anpassen zu können.
Beide Unternehmen profitierten von der wachsenden Produktion bei Boeing und Airbus sowie von gestiegenen Rüstungsbudgets weltweit, wie Unternehmensvertreter auf Branchenkonferenzen am Dienstag sagten.
Howmet-Chef John Plant erklärte, sein Unternehmen könne die Produktionshochläufe von Boeing und Airbus im Schmalrumpfsegment bedienen. Bei Großraumflugzeugen sehe die Lage anders aus: Sollten die Hersteller ihre Produktion dort deutlich steigern, werde Howmet zusätzliche Kapazitäten aufbauen müssen.
"Ich glaube nicht, dass wir das alles im Moment unterstützen könnten", sagte Plant auf der Bank-of-America-Industriekonferenz in London.
Rüstungsnachfrage bleibt hoch
Honeywell Aerospace erwartet im laufenden Jahr ein Wachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich im Rüstungsgeschäft sowie hohes einstelliges Wachstum im zivilen Segment.
"Wir sehen keinerlei Nachlassen der Rüstungsnachfrage", sagte Honeywell-Aerospace-Chef Jim Currier auf der JP-Morgan-Industriekonferenz in Washington. Die geopolitischen Spannungen und laufenden Konflikte weltweit trieben erhebliche Investitionen in den Rüstungssektor an.
Honeywell Aerospace soll im dritten Quartal als eigenständiges Unternehmen abgespalten werden. Der Konzern stellt unter anderem Triebwerke für Geschäftsreiseflugzeuge sowie Navigations- und Avioniksysteme her.
Rund 60 Prozent des Geschäfts entfallen auf die zivile Luftfahrt, 40 Prozent auf die Rüstung.