Die TRI Rental Train GmbH wird zur Gamescom einen Sonderverkehr einrichten, der teilweise auch den Flughafen Düsseldorf direkt verbindet. Dabei nutzt TRI nicht den Regionalbahnhof, sondern fährt über die S-Bahn-Gleise direkt unter das Terminal, wie aus den mittlerweile veröffentlichten Fahrplaneinträgen der Deutschen Bahn hervorgeht.
Dieser Verkehr ist auch für den Flughafen etwas Besonderes. Unter dem Terminal hält normalerweise nur die S11 der S-Bahn Rheinland, die normalerweise über Neuss, östlich des Rheins, nach Köln fährt. Das lohnt sich aber eigentlich nicht, da die S-Bahnen mehr als das Doppelte an Zeit brauchen, als die sonst verkehrenden Regionalzüge, die über den Sky Train erreicht werden knnen.
Doch durch die Sperrung der Verbindung von Düsseldorf über Mühlheim nach Köln wird aktuell das gesamte Netz beeinflusst. Die S11 wurde in kritischen Bereichen südlich von Neuss aus dem System genommen, viele als RRX vermarktete Regionalzugverbindungen müssen über Neuss geführt werden. Mehr als eine Stunde Fahrzeit bedeutet das in der Regel zwischen dem Flughafen und Köln bei gleichzeitiger Kapazitätseinschränkung und in dieser Woche dazu kommenden Gamescom-Anreisen, die die Region stark belasten.
Die TRI-Züge sind daher auch für Flughafengäste oder das Personal in Grenzen eine Alternative. Allerdings fahren sie nur am späten Nachmittag und recht selten.
Drei Züge pro Tag zum Flughafen-Terminal
Laut Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn sind pro Messetag drei Züge von der Gamescom direkt zum Flughafen-Terminal geplant. Sie starten in Köln Messe/Deutz und halten auf dem Weg zum Flughafen nur in den Hauptbahnhöfen Köln und Düsseldorf. Laut der Kartenansicht werden die Züge über Neuss geleitet und schaffen den Weg damit in etwa einer Stunde.
Interessant: Einer der drei Züge, nämlich jeweils der letzte, fährt weiter nach Essen. Dazu nutzt TRI eine Verbindungskurve vom S-Bahnhof des Flughafens zum Fernbahnhof des Flughafens. Diese wird sehr selten im Personenverkehr genutzt. Fluggäste und Personal, die mit der Schiene aus Duisburg, Essen, Bochum und Co. anreisen, müssen sonst den Skytrain nutzen.
Hintergrund für die neuen Fahrten ins Terminal war ein im letzten Jahr festgestellter höherer Bedarf an Fahrten in Richtung DUS, wie uns TRI auf Nachfrage sagte. Die Wendezeit in Düsseldorf Hauptbahnhof war zudem lang genug, dass die Fahrten einfach zum Flughafen verlängert werden können, um dort zu wenden.
Die Bahnanlage unter dem Flughafen ist eigentlich recht leistungsfähig, wird unter der Woche aber nur alle 20 Minuten genutzt und am Sonntag nur alle 30 Minuten.
Zum Flughafen geht es ab der Messe um 17:26, 17:54 und 20:15 Uhr jeweils täglich zwischen Mittwoch dem, 26. August, bis einschließlich Sonntag, dem 30. August 2026. Die Fahrzeit beträgt grob eine Stunde (+/– 5 Minuten).
Der Rückweg wird ebenfalls bedient. Allerdings nur zwei Mal um 18:35 und 19:19 Uhr in Richtung Köln. Die Züge werden dann über Düsseldorf Hbf und weiter über Solingen geleitet.
Vom Flughafen Düsseldorf werden die Tri-Sonderzüge zur Gamescom via Solingen geleitet. © Deutsche Bahn / Screenshot
In Solingen gibt es aber keinen Halt. Wir vermuten, dass die Züge dann in die Abstellung hinter dem Kölner Hauptbahnhof sollen. Dort sind oft Züge der TRI Train Rental zu sehen und die Abstellung ist von Solingen aus leichter erreichbar.
Im offiziellen Gamescom-Anreise-Flyer (PDF) sind diese Verbindungen übrigens nicht gelistet. Der nennt nur grob einige Zusatzzüge ohne spezifische Fahrzeiten und verweist natürlich auch auf den Schienenersatzverkehr, der in der Region verstärkt genutzt werden muss.
Allgemein empfehlen wir auf jeden Fall die Fahrplanauskünfte zu nutzen. Bei einem Besuch des Flughafen Düsseldorf am 23. August fehlten im S-Bahnhof noch die Aushänge der sehr kurzfristig angekündigten Sonderfahrten.
Aufgrund der Streckensperrungen ist das Bahnsystem in der Region zudem bereits recht instabil, das gilt auch für Verbindungen zum Flughafen aus der Region Köln. Während der Gamescom könnte sich dies noch verschlechtern. Zudem gilt bei Problemen, dass ICE normalerweise vorrang haben und deswegen Regionalzüge in die Verspätung drücken. Das passiert auch mit Flughafenanbindungen.