Der Flughafen Stuttgart könnte im laufenden Jahr wieder in die roten Zahlen rutschen. "Die Fluggastzahlen werden leicht rückläufig sein und das Ergebnis wahrscheinlich leicht negativ", sagte Flughafenchef Ulrich Heppe der "Schwäbischen Zeitung".
"Wir sehen im Moment eine schwierige Gemengelage", sagte Heppe. Zum Iran-Konflikt, hohen Kerosinpreisen und der Wirtschaftskrise komme in Deutschland hinzu, dass die staatlichen Standortkosten viel zu hoch seien im Vergleich zu europäischen Nachbarländern.
"Ganz konkret für den Flughafen Stuttgart: Im Vergleich zu 2019 haben sich die staatlich verursachten Kosten um 126 Prozent erhöht", sagte Heppe. Die Kosten, die der Flughafen selbst verursache, seien im selben Zeitraum dagegen nur um zwölf Prozent gestiegen. Aktuell erschwere es der Staat, ausländische Airlines für Deutschland zu begeistern.
"2027 könnte positiver ausfallen, aber das ist noch ungewiss", sagte der Manager der Zeitung. Das Marktumfeld bleibe schwierig. Es hänge stark von den geopolitischen Entwicklungen und vom Kerosinpreis ab.
Das Geschäftsjahr 2025 hatte der größte Flughafen in Baden-Württemberg mit einem Ergebnis von 2,1 Millionen Euro abgeschlossen, nach einem Minus von 6,1 Millionen Euro im Jahr 2024. Bei 95.765 Flugbewegungen sei die Zahl der Passagiere um 4,8 Prozent auf 9,6 Millionen gestiegen, hatte Heppe im April mitgeteilt.
