Embraer ist von Betreibern über Berichte zu Instabilitäten beim GPS-Systems bei bestimmten Flugzeugtypen informiert worden, darunter die eigene E2-Familie. Das teilte der brasilianische Flugzeugbauer am Dienstag mit. Das Problem könne sich auf die Flugpläne der Airlines auswirken, auf die Flugsicherheit habe es jedoch keinen Einfluss, hieß es.
"Die weltweite E2-Flotte ist mit Navigationssystemen und Verfahren ausgestattet, die es den Flugzeugen ermöglichen, auch unter Bedingungen einer Instabilität des GPS-Systems zu operieren", erklärte Embraer. Der Hersteller beobachte die Lage genau und stimme sich dabei mit den Betreibern und dem Ausrüster ab. Die Kunden erhielten technische Unterstützung, zudem ergreife Embraer die notwendigen Schritte, um das Problem zu beheben.
Honeywell sucht nach der Ursache
Die betroffenen Flugzeuge sind mit Geräten von Honeywell ausgestattet. Das Unternehmen erklärte, ihm sei ein Problem bekannt, das Flugzeuge weltweit betreffe und mit dem Empfang von GPS-Signalen zusammenhänge. Die Teams von Honeywell prüften die Angelegenheit aktiv, um die zugrunde liegende Ursache zu ermitteln.
Die brasilianische Fluggesellschaft Azul hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass GPS-Probleme zu Problemen im Flugbetrieb führen würden und kündigte Anpassungen im Streckennetz einzelner Verbindungen führen könnten, die mit Embraer-E2-Regionaljets durchgeführt werden. Der Flugverfolgungsdienst "Flightradar24" teilte später mit, dass alle E2-Flugzeuge der Azul noch am selben Tag in den Flugbetrieb zurückgekehrt seien.