Die Umstellung ganzer Vorfeldflotten auf Elektroantrieb hängt nach Einschätzung von Doll Airport Equipment vor allem von Ladeinfrastruktur und Netzanschlüssen ab. Die Fahrzeugtechnik selbst sei serienreif, teilte der Hersteller von Catering-Highloadern mit.
Flughafenbetreiber, Bodenabfertiger, Caterer und Airlines sollten deshalb früh gemeinsam festlegen, welche Flotten bis wann elektrisch fahren. Daraus ergebe sich der Bedarf an Infrastruktur.
"Wer in den 2030er-Jahren einen großen Teil seiner Flotte elektrifizieren will, muss heute mit der Infrastrukturplanung beginnen", sagte Bruno Brandt, Head of Customer Operations Management bei Doll. Neue Fahrzeuge ließen sich vergleichsweise rasch anschaffen, der Ausbau der Netzanschlüsse dauere deutlich länger.
Als Beispiel nannte das Unternehmen den Flughafen Wien. Dort richtete der Betreiber für einen elektrischen Highloader im Pilotbetrieb eigens einen Ladepunkt ein und ließ eine Stromleitung über ein Hallendach verlegen. Für eine ganze Flotte tauge diese Lösung nicht, so Doll.
Mit jeder weiteren elektrischen Einheit wüchsen Leistungsbedarf und Lastspitzen, hieß es. Damit stiegen auch die Anforderungen an Leitungswege, Gebäude und Genehmigungen.
