Discover Airlines setzt ab sofort einen Airbus A330 mit der treibstoffsparenden Aeroshark-Folie im regulären Liniendienst ein. Nach Angaben der Airline ist die Maschine mit dem Kennzeichen D-AIKP weltweit der erste Airbus, der großflächig mit der Technologie ausgerüstet im Linienbetrieb fliegt.
Ihren ersten Flug nach Florida absolvierte die Maschine am vergangenen Donnerstag.
Die transparente Folie hat Lufthansa Technik gemeinsam mit Surventis entwickelt, vormals BASF Coatings. Ihre mikroskopisch feinen Rillen, sogenannte Riblets, sind der Haut von Haien nachempfunden. An Rumpf und Triebwerksgondeln aufgebracht, verringert die Folie den Luftwiderstand. Kerosinverbrauch und CO2-Ausstoß sinken dadurch nach Unternehmensangaben um etwa ein Prozent.
Die A330 war Ende August bei den Elbe Flugzeugwerken in Dresden mit der Folie ausgestattet worden. Anschließend folgten mehrere Testflüge. Nach Angaben von Discover Airlines belegen die dabei gesammelten Daten, dass die Technologie im Flugbetrieb sicher und zuverlässig funktioniert.
Zulassung für die A330 bis Jahresende angestrebt
Lufthansa Technik war Ende August in die finale Phase der ergänzenden Musterzulassung für die A330 eingetreten. Den Zulassungsprozess bei der EASA hatte das Unternehmen im August 2025 aufgenommen. Er soll eine Serienmodifikation von Rumpf und Triebwerksgondeln aller A330-200 und A330-300 ermöglichen und nach bisheriger Planung bis Jahresende abgeschlossen sein.
Zugelassen war Aeroshark bislang nur für die Boeing 777F, 777-300ER und 777-200ER. In der Lufthansa Group flogen im Juli 22 Langstreckenflugzeuge mit der Folie, darunter alle zwölf Boeing 777-300ER von Swiss, fünf Boeing 777F von Lufthansa Cargo, vier Boeing 777-200ER von Austrian Airlines und eine Boeing 747-400 von Lufthansa.
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Parallel arbeiten Lufthansa Technik und Surventis an einer neuen Foliengeneration, die zusätzlich auf Tragflächen und Leitwerken aufgebracht werden kann. Auf einer A319 von Lufthansa City Airlines laufen dazu bis Februar 2027 Tests mit 70 Probestücken im Liniendienst zwischen München und Hamburg.
Mit Airbus kooperiert Lufthansa Technik zudem bei der Zulassung für Tragflächen und Leitwerke der A330 Ceo. Bei vollständiger Beklebung erwarten die Partner Kerosineinsparungen von über zwei Prozent auf typischen Langstreckenflügen.
