China hat den Kauf von 200 Boeing-Flugzeugen bestätigt. Das chinesische Handelsministerium gab die Bestellung am Mittwoch bekannt, ohne Angaben zu den Flugzeugtypen zu machen. Zugleich strebt Peking eine Verlängerung des im November auslaufenden Handelsabkommens mit den USA an.
Die Bestellung ist Boeings erste große chinesische Order seit fast einem Jahrzehnt. US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Gipfeltreffen mit Präsident Xi Jinping in Peking erklärt, die Bestellung könne auf bis zu 750 Maschinen steigen und die Jets würden mit Triebwerken von GE Aerospace ausgestattet.
Die USA sollen China im Gegenzug Versorgungsgarantien für Triebwerkskomponenten zusichern.
Waffenstillstand im Handelskonflikt
Beide Seiten wollen gegenseitige Zollsenkungen auf Waren im Wert von je mindestens 30 Milliarden Dollar vereinbaren. US-Zölle auf chinesische Produkte dürfen dabei das im Vorjahr vereinbarte Niveau nicht überschreiten, erklärte das chinesische Handelsministerium.
Das bestehende Abkommen, das auch eine Pause bei chinesischen Exportbeschränkungen für seltene Erden umfasst, läuft im November aus.
Im Agrarbereich sollen die USA chinesische Rindfleischexporteure erneut zulassen und bestimmte US-Geflügelprodukte wieder nach China eingeführt werden dürfen. Die USA sollen im Gegenzug den Import chinesischer Milchprodukte erleichtern.