Eine Bombendrohung hat am Montag den Flugverkehr am Flughafen Stuttgart für rund anderthalb Stunden lahmgelegt und Tausende Reisende behindert. Mittlerweile normalisierte sich der Betrieb aber weitgehend wieder. Der Flugverkehr war nach Angaben der Bundespolizei für etwa anderthalb Stunden zwischen 16.30 Uhr und 18.00 Uhr unterbrochen.
Ein 24-Jähriger hatte einer Flughafenmitarbeiterin nach der Sicherheitskontrolle gesagt, er führe eine Bombe in seinem Reisegepäck mit, teilte die Bundespolizei mit. Bei der Durchsuchung des betroffenen Bereichs konnte sie eine tatsächliche Gefahrenlage ausschließen.
Die Bundespolizei räumte die Terminals im Sicherheitsbereich und setzte An- und Abflüge aus. Der Flugverkehr ruhte ab 16:30 Uhr. Nach der Durchsuchung gab die Polizei den Sicherheitsbereich wieder frei, die Passagierkontrollen wurden geöffnet und der Flugverkehr schrittweise wieder aufgenommen.
Fast 30 Flüge und etwa 3000 Menschen seien von den Sicherheitsmaßnahmen betroffen gewesen, teilte eine Sprecherin des Flughafens mit. Neun Flüge habe der Flughafen ganz streichen müssen, bei elf Flügen sei es zu Verspätungen von bis zu drei Stunden gekommen. Zehn ankommende Maschinen mussten auf andere Flughäfen umgeleitet werden, vorwiegend nach Nürnberg und Karlsruhe/Baden-Baden.
"Die Abendstunden sind am Flughafen die Hauptverkehrszeit, da sind viele Flüge angesetzt. Wenn es da zu einer Unterbrechung kommt, dann ist es schon hart", sagte die Sprecherin. Wegen der Räumung des Sicherheitsbereichs mussten sich laut Bundespolizei alle Passagiere erneut einer Sicherheitskontrolle unterziehen. Bis sich die Lage normalisiert hatte, dauerte es anschließend noch einige Zeit.
Der Mann wurde von seinem Flug nach Hurghada in Ägypten ausgeschlossen. Die Landespolizei leitete gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten ein. Er ist wieder auf freiem Fuß.