Acht Investoren haben Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung an der portugiesischen Fluggesellschaft Azores Airlines bekundet. Das teilte die Muttergesellschaft Sata Holding mit. Der Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein im laufenden Privatisierungsprozess der Airline.
Die Sata Holding gehört der Regionalregierung der Azoren und will mindestens 75 Prozent der Anteile an Azores Airlines verkaufen. Die Fluggesellschaft verbindet den mitten im Atlantik gelegenen portugiesischen Archipel mit dem portugiesischen Festland, Europa, den USA, Kanada und Kap Verde.
Nach Angaben der Sata Holding reichten die acht Interessenten bis zur Frist am 6. September eine Eignungs- und Zuverlässigkeitserklärung, eine Erklärung zur finanziellen Leistungsfähigkeit sowie eine Erklärung des tatsächlichen Interesses ein. Namen nannte das Unternehmen nicht.
Die Sata Holding erklärte, sie werde die eingereichten Unterlagen nun gegen die Teilnahmebedingungen prüfen. Bewerber, die die Kriterien erfüllten, sollten bis zum 21. September zur Abgabe eines unverbindlichen Angebots eingeladen werden.
Sanierungsplan mit EU-Zustimmung
Die Privatisierung ist Teil eines Sanierungsplans für die Sata-Gruppe, den die Europäische Kommission genehmigt hat.
Azores Airlines verringerte im ersten Halbjahr ihren Nettoverlust on 41,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 37,1 Millionen Euro, wie die Sata Holding mitteilte. Höhere Treibstoffkosten und wetterbedingte Störungen belasteten das Ergebnis.
Die Verkaufsbedingungen verpflichten den Käufer, die Arbeitsplätze und den Sitz der Fluggesellschaft mindestens 30 Monate lang auf den Azoren zu erhalten.