Das ist die neue Flughafen-Bahn zum Terminal 3 in Frankfurt, ©Fraport
Große Scheiben für einen weiten Blick aufs Flughafengeschehen: Die neuen "Airval"-Kabinenzüge ©Fraport
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Das neue Frankfurter Personen-Transport-System (PTS) soll es Passagieren ermöglichen, unkompliziert und komfortabel zwischen den bestehenden Terminals und dem neuen, südlich von den Parallel-Runways gelegenen Terminal 3 zu pendeln. Dafür sollen bis 2023 zwei neue Beton-Trassen mit drei Bahnhöfen entstehen.

Das PTS startet in Hochlage am Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens und wird nach einer 90-Grad-Kurve mit der bestehenden Skyline-Bahn zunächst am Terminal 2 verknüpft. Von dort geht es ohne Halt entlang der Autobahn A5 und zum Teil ebenerdig in einer Senke an den Schwellen der beiden Parallel-Landebahnen 25 C/L entlang zum dritten Haltepunkt, dem einzigen am neuen Terminal 3. Die gesamte gesamte Linie ist 5,6 Kilometer lang und soll von den Fahrzeugen in acht Minuten zurückgelegt werden.

Die neuen "Airval"-Bahnen fahren bis zu 80 km/h

Zum Einsatz kommt ein von Hersteller Siemens "Airval" genanntes, fahrerloses PTS, das wie die in Frankfurt bestehende Skyline-Bahn gummibereift auf Beton-Bahnen unterwegs ist. Die beiden Kabinen der neuen Züge sollen - wie auch schon die der bestehenden Skyline-Bahn - in Schengen- und Non-Schengen-Umsteiger aufgeteilt werden.

Während die bestehende Bahn allerdings vor allem auf die Beförderung von Transit-Passagieren ausgerichtet ist, soll die neue Bahn zum Terminal 3 vor allem Fluggäste transportieren, die ihre Reise in Frankfurt beginnen oder beenden. Und es gibt noch weitere Unterschiede zwischen den Systemen. So ist die neue Bahn schneller und hat deutlich größere Kapazitäten.

Jeweils zwei der bis zu 80 km/h schnellen Zugkabinen bilden laut Hersteller-Angaben ein "married pair", ein festes Paar, von denen in Frankfurt zunächst zwölf Einheiten die Strecke rund um die Uhr befahren sollen. Die Zugpaare können zudem zu Vierer- oder Sechserpaaren gekuppelt werden. Die Taktfolge in Frankfurt soll zwei Minuten betragen, kann jedoch erhöht werden. In Spitzenzeiten sollen so bis zu 4.000 Passagiere pro Stunde pro Richtung befördert werden.

Ein Lageplan des neuen PTS Foto: ©Fraport

Eine neue Strecke ist aus Fraport-Sicht die beste Lösung, um eine möglichst effiziente Verbindung zum neuen Terminal zu schaffen und dabei den bewährten Transit-Charakter der Skyline-Bahn für Umsteige-Passagiere zwischen den Terminals 1 und 2 zu erhalten. Eine ebenfalls diskutierte Verlängerung der seit 25 Jahren aktiven Zwei-Kabinen-Züge, hätte laut Fraport Kapazitätsprobleme verursacht und den Regional- und Fernbahnhof nicht so direkt anschließen können.

Schwierige Umbauarbeiten zwischen Terminal 1 und Fernbahnhof

Zupass kommt den Planern bei der Schaffung einer unkomplizierten Umsteige-Verbindung zwischen den alten und neuen Kabinen-Bahnen, dass der bestehende Skyline-Bahnhof im Terminal 2 bereits für die Aufnahme zweier weiterer Beton-Trassen ausgelegt wurde. Später soll auch noch ein Verbindungsmodul am Flugsteig C einen Übergang im Bereich des Terminal 1 ermöglichen. Der Bereich zwischen Fernbahnhof und Terminal 1 wird beim Bau des Endbahnhofs des neuen PTS inklusive Verbindungsgängen in die umliegenden Gebäude weitgehend überdacht, was den Bau bei laufendem Betrieb laut Fraport anspruchsvoll macht.

Die neue PTS-Station verbindet Terminal 1, Fernbahnhof, Skyline-Bahn und das Sheraton-Hotel. Foto: ©Fraport

Eine Bietergemeinschaft aus Siemens, Max Bögl und Keolis hatte die Ausschreibung für das Großprojekt am Frankfurter Flughafen gewonnen. Dazu gehören der Bau eines Teils der Infrastruktur und die Lieferung der neuen Fahrzeuge inklusive der Betriebsführung für mindestens fünf Jahre. Die Siemens Mobility-Abteilung baut derzeit ein weitgehend baugleiches System am Flughafen Bangkok.

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Sandra Bardewyck., © Media Carrier Solutions
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