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Die Deutsche Bahn nutzt am Flughafen Schönefeld Triebzüge von Stadler © airliners.de / Andreas Sebayang

Die milliardenschweren Investitionen in einen geplanten Ausbau der Bahnstrecke Stuttgart-Zürich betrachtet der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Steffen Bilger (CDU), als vernünftige Investition. "Die Wirtschaftlichkeit ist nun nachgewiesen", sagte Bilger am Donnerstag in Berlin.

Die Modernisierung der Strecke wird seit Jahrzehnten diskutiert und sieht auch einen Anschluss an den Flughafen Stuttgart vor. Dafür ist ein Tunnel notwendig. Das hängt mit dem anvisierten "Deutschland-Takt" und dem milliardenschweren Bahnprojekt Stuttgart 21 zusammen. Hinter dem "Deutschland-Takt" steckt ein System mit besser abgestimmten Umsteige-Verbindungen. Die Bundesregierung will das Zugfahren mit einem Taktfahrplan pünktlicher, schneller und verlässlicher machen.

Bilger sagte, es seien nun die Weichen für den "Deutschland-Takt" und einen optional vernetzten Bahnverkehr in der Region gestellt. Das Bundesverkehrsministerium will nun laut Mitteilung mit der Deutschen Bahn die finanzielle Abgrenzung zum Projekt Stuttgart 21 klären und die Voraussetzungen für eine Planungsaufnahme abstimmen. Ziel sei es, die Planungen des neuen Konzepts so schnell wie möglich zu beginnen.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte: "Wir würden es sehr begrüßen, wenn es beim Ausbau der Gäubahn endlich vorangeht." Dabei dürfe es nicht zu Verzögerungen bei der Anbindung der Gäubahn an den Knoten Stuttgart und an den Flughafen kommen. Die Finanzierung werde vom Bund kommen müssen. "Wir erwarten, bald erläuternde Unterlagen zu bekommen, um das Vorhaben und seine verkehrliche Wirkung besser einschätzen zu können." Aus Hermanns Sicht gehe es aber nicht, so viel Geld auszugeben und - wie im Gutachten vorgesehen

  • die beiden großen Städte Böblingen und Singen zu umfahren.

Ein Ausbau der Gäubahn soll die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Zürich von aktuell drei Stunden für Reisende verkürzen. Außerdem sollen der steigende Güterverkehr aufgefangen und die Straßen entlastet werden. Der Ausbau kommt aber seit Jahren nur langsam voran.