Neues Umweltlabor in Hamburg eröffnet

Lufthansa Technik und DAUtec haben ein neues Umweltlabor in Betrieb genommen. Die Umweltsimulationen im "TestCenter" decken Schock- und Vibrationstests sowie Temperatur- und Luftfeuchtigkeitstests ab. Auch ein Autoklav gehört zur Ausstattung.

(v.l.n.r.): Hans-Jörg Dau (DAUtec), Dr. Franz Josef Kirschfink (Lufthansa Technik AG), Dr. Andreas Vahl (ZAL) im Umweltlabor. © Lufthansa Technik AG
Autoklav bei der Lufthansa Technik © Lufthansa Technik AG

Lufthansa Technik und der Ingenieurdienstleister DAUtec haben unter dem Dach der ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung GmbH ein neues Umweltlabor eröffnet. Das „TestCenter“ ist im „Cabin Innovation Center“ der Lufthansa Technik beheimatet und verfügt über hochspezifische Testinfrastrukturen, an denen die Luftfahrttauglichkeit neuer Produkte in Einklang mit den einschlägigen Spezifikationen wie RTCA DO-160 und MIL-STD-810 erprobt wird. Ein entsprechender Rahmenvertrag war im Juni aufgesetzt worden.

Die Umweltsimulationen decken Schock- und Vibrationstests ebenso ab wie Temperatur- und Luftfeuchtigkeitstests und werden vom HALT (Highly Accelerated Life Test) und HASS (Highly Accelerated Stress Screening) sowie der elektromagnetischen Verträglichkeitsprüfung EMI (Electromagnetic Interference) umfassend abgerundet.

Außergewöhnlich für ein Umweltlabor ist indessen der in die Testinfrastrukturen integrierte Autoklav. Der programmierbare Ofen wird vorrangig für die Verklebung von Bauteilen aus Verbundwerkstoffen unter erhöhtem Druck von bis zu 16 bar und erhöhter Temperatur von bis zu 250 Grad Celsius eingesetzt. Der Ofendurchmesser beträgt fünf Meter. Er ist zudem eine Alternative zu konventionellen Klimakammern, die bei sperrigen Prüflingen und Vorrichtungen schnell an ihre räumlichen Grenzen stoßen.

Von: airliners.de mit DAUtec

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