Die bayerische FDP fordert einen neuen Namen für den Flughafen in München. Dieser trägt derzeit den Namen "Franz Josef Strauß". Dem 1988 verstorbenen Ex-Bundesminister und ehemaligem Ministerpräsidenten Bayerns wird vorgeworfen, Schmiergeldzahlungen angenommen zu haben. Laut "Spiegel" soll eine halbe Million D-Mark geflossen sein.
Die bayerische FDP twitterte: "Machtarroganter Gauner ist schlechter Namenspatron!" und hat laut einem Bericht des Bayerischen Rundfunks auch einen Vorschlag unterbreitet. Demnach soll der Airport nach Luise Kiesselbach benannt werden, einer bayerischen Frauenrechtlerin. Sie war Mitglied der FDP-Vorgängerpartei DDP.
Der Flughafen verwies auf Anfrage auf die Gesellschafter. "Mit dem Beinamen 'Franz Josef Strauß' sollen die Verdienste des verstorbenen Bayerischen Ministerpräsidenten um die Verwirklichung des Flughafenneubaus und damit die Schaffung des international bedeutenden Großflughafens München bleibend gewürdigt werden", so ein Sprecher des Finanzministeriums zu airliners.de. "An dieser Zielsetzung hat sich nichts geändert."
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Die Gesellschafter des Flughafens sind zu 51 Prozent der Freistaat Bayern sowie die Bundesrepublik Deutschland (26 Prozent) und die Stadt München (23 Prozent). Der Münchner Airport trägt seit 1992 den Namen "Franz Josef Strauß" und ist der zweitgrößte Flughafen in Deutschland.
Der Airport verzeichnete im ersten Halbjahr steigende Passagierzahlen und plant eine dritte Piste. Juristisch gesehen ist der Bau erlaubt. Allerdings sind die Fronten zwischen den Gesellschaftern verhärtet. Gesprächsrunden sollen nun klären, wie es mit dem Projekt weitergeht.