Der Flughafen London-Heathrow darf ab 2028 rund 15 Pence (etwa 18 Cent) mehr pro Passagier verlangen, um die frühen Planungs- und Entwurfskosten für den Bau einer dritten Start- und Landebahn zu finanzieren. Das teilte die britische Luftfahrtbehörde CAA am Mittwoch mit. In den Folgejahren soll der Aufschlag auf geschätzte 30 Pence (rund 36 Cent) steigen.
Die CAA erlaubt dem Flughafen Heathrow, die in den Jahren 2025 und 2026 angefallenen Planungskosten durch Flughafengebühren zurückzugewinnen. Gedeckelt sind diese auf 320 Millionen Pfund (rund 380 Millionen Euro).
Das 33-Milliarden-Pfund-Projekt soll vollständig privat finanziert werden. Die britische Regierung will die neue Runway bis 2035 in Betrieb nehmen; Heathrow operiert bereits an seiner Kapazitätsgrenze.
IAG, Muttergesellschaft von British Airways, und andere Airlines hatten gewarnt, Heathrow sei bereits einer der teuersten Flughäfen der Welt – weitere Kostensteigerungen müssten vermieden werden.
Die CAA wird noch in diesem Jahr eine Konsultation zu Kosten ab 2027 einleiten. Einem nicht vom Staat ausgewählten Alternativprojekt werden rund 4,1 Millionen Pfund an Kostenerstattung zugestanden.