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Eine geparkte Austrian-Airlines-Maschine in Wien. © AirTeamImages.com / Chris Jilli

Austrian Airlines hat angekündigt, ihre Sparbemühungen weiter zu verschärfen. Die ausgedehnten Reisebeschränkungen und auch die Lieferschwierigkeiten bei den Impfstoffen hätten dafür gesorgt, dass die Nachfrage langsamer ansteige als angenommen, so die Lufthansa-Tochter. Für den Winterflugplan 2020/2021, der noch bis Ende März gilt, sei ursprünglich ein Angebot in Höhe von bis zu 50 Prozent im Vergleich zur Vorkrisenzeit geplant gewesen. Aktuell liege man jedoch bei nur rund 15 Prozent.

"Der kurzfristige Ausblick für die nächsten Monate ist eingetrübt und liegt deutlich hinter den ursprünglichen Erwartungen", so CCO Michael Trestl. Mit verschiedenen Maßnahmen soll nun gegengesteuert werden. Zur weiteren Liquiditätssicherung soll die bereits angekündigte Halbierung der Büroflächen im Austrian-Hauptgebäude in Wien beschleunigt und anstatt bis Herbst nun bis zum Sommer 2021 umgesetzt werden.

Zudem soll die Kurzarbeit für 6400 Beschäftigte unbedingt verlängert werden. "Die Verlängerung der Corona-Kurzarbeit ist für uns der entscheidende Hebel, um möglichst viele Jobs in unserem Unternehmen abzusichern“, erklärte Airline-Chef Alexis von Hoensbroech.

Alle Turboprops verlassen die Flotte

Die bereits im Frühjahr 2020 angekündigte Flottenanpassung ist derweil in vollem Gange. Von den ursprünglich 18 Dash-Turboprops sind noch acht Teil der Austrian-Flotte. Ende März sollen auch diese Maschinen aus dem Betrieb genommen werden. Die Reduktion der Boeing 767-Flotte von sechs auf drei Jets läuft und soll bis Jahresende abgeschlossen werden. Derzeit ist außerdem geplant, dass ab Sommer 2021 monatlich ein A319 die Flotte verlässt. Die Ausflottung der sieben Jets soll bis Anfang 2022 abgeschlossen werden. Nach erfolgten Anpassungen soll die Flotte den Angaben nach anstatt 80 nur noch rund 60 Flugzeuge zählen.

Auch wenn der kurzfristige Ausblick schwierig sei, hoffe man weiter auf eine deutliche Verbesserung im Sommer, Trestl. Vor allem im touristischen Bereich sind für die warme Jahreszeit Nachholeffekte zu erwarten, auch der Bedarf an Frachtflügen sei weiter groß. "Derzeit bereiten wir uns mit Hochdruck darauf vor, ein attraktives Angebot an Urlaubszielen zusammenzustellen."