AirAsia X beschert Airbus A330neo-Großauftrag

Die Neuauflage des A330 hat Airbus in Farnborough binnen anderthalb Tagen zahlreiche Vorbestellungen eingebracht. Mit einem Großauftrag über 50 Flugzeuge von AirAsia wurde die Marke von 100 Jets geknackt.

Airbus A330neo in den Farben der AirAsia. © Airbus / Fixion

AirAsia X will 50 Airbus A330-900neo bestellen und wird damit zum Launch-Customer für das neue Airbus-Langstreckenflugzeug. Damit hat die Neuauflage der A330 dem Flugzeugbauer Airbus binnen anderthalb Tagen nach der offiziellen Vorstellung bereits mehr als 100 Vorbestellungen eingebracht.

Nach Kaufvereinbarungen mit drei Flugzeugfinanzierern hat Airbus damit jetzt Kunden für 105 der neuen Maschinen gewonnen. "Wir haben nicht lockergelassen", sagte AirAsia-Chef Tony Fernandes. Der Gründer der malaysischen Fluggesellschaft hatte bei Airbus auf die Modernisierung der A330 gedrängt. Von der herkömmlichen Version hat er bisher 51 bestellt, von denen 17 bereits ausgeliefert wurden.

"Vielleicht wandeln wir einige der verbliebenen Bestellungen in solche für die 'neo' um. Vielleicht brauchen wir die 50 'neos' aber auch alle zusätzlich", sagte Fernandes. AirAsia soll Anfang 2018 die erste A330neo erhalten, die überhaupt ausgeliefert wird, versprach Airbus-Chef Fabrice Brégier

© Airbus, Video-Screenshot: airliners.de Lesen Sie auch: Airbus bringt den A330neo

Farnborough bringt Aufträge mit Milliardenwert

Der Flugzeugbauer Airbus setzt sich im Ringen um Aufträge auf der Luftfahrtmesse in Farnborough weiter von seinem US-Rivalen Boeing ab. Vor allem die spritsparenden Neuauflagen der Mittel- und Langstreckenflieger A320 und A330 mit dem Beinamen «neo» brachten dem europäischen Konzern am zweiten Messetag Bestellungen und Vorverträge für 193 Jets im Wert von knapp 25 Milliarden Dollar (18,4 Mrd Euro) ein. Konkurrent Boeing kam am Dienstag zunächst lediglich auf 42 Lang- und Mittelstreckenjets im Wert von 8,3 Milliarden Dollar.

Bereits am ersten Messetag hatte Airbus mit 155 Jet-Bestellungen für laut Preisliste 21 Milliarden Dollar den Konkurrenten hinter sich gelassen. Boeing kam am Montag auf 51 Jets für 6 Milliarden Dollar. Ihre Messebilanz ziehen die Unternehmen aber erst am Donnerstag. Zudem werden viele Flugzeuge auch abseits der großen Messen verkauft. Die Listenpreise gelten nur als Orientierungsgröße. Üblich sind Rabatte im zweistelligen Prozentbereich.

Eine Übersicht aller Bestellungen von der Messe finden Sie auf der airliners.de-Themenseite zu Farnborough.

Von: dpa, airliners.de

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