Pilot Chesley Sullenberger gibt Alzheimer-Diagnose bekannt, © DPA/Peter Schneider
Pilot Chesley Sullenberger hält eine Rede beim Schweizer Wirtschaftsforum in Interlaken. : Chesley Sullenberger spricht auf einer Bühne und trägt ein Headset-Mikrofon. Im Hintergrund ist eine große, unscharfe Projektion seines Gesichts zu sehen, dazu blaues Bühnenlicht und ein dunkler Veranstaltungsrahmen. © DPA / Peter Schneider
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/07\/5fb9dc005084a028-YoPzl5__wide__824?v=1784106208","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Peter Schneider"},"caption":"Pilot Chesley Sullenberger h\u00e4lt eine Rede beim Schweizer Wirtschaftsforum in Interlaken.: Chesley Sullenberger spricht auf einer B\u00fchne und tr\u00e4gt ein Headset-Mikrofon. Im Hintergrund ist eine gro\u00dfe, unscharfe Projektion seines Gesichts zu sehen, dazu blaues B\u00fchnenlicht und ein dunkler Veranstaltungsrahmen."}

Der Pilot des "Wunders vom Hudson", Chesley Sullenberger, ist an Alzheimer erkrankt. Der 75-Jährige machte die Diagnose auf seiner Webseite und in einem Interview mit der Zeitschrift "People" öffentlich. Die Erkrankung sei im vorigen August festgestellt worden, teilte der US-Amerikaner mit dem Spitznamen "Sully" mit. In dieser neuen Phase seines Lebens wolle er weiterhin hilfreich sein und offen über diese Erfahrung sprechen, in der Hoffnung, andere Betroffene zu ermutigen, ebenfalls an die Öffentlichkeit zu treten.

"Für jetzt bedeutet das, dass mir ein Name nicht leicht einfällt, ich vergesse eine Geschichte, die ich kürzlich erzählt habe, oder ich schlafe nicht so gut, aber ich stehe erst am Anfang dieser langen Reise", sagte Sullenberger. Er befinde sich bereits in Behandlung.

Sullenberger war durch eine spektakuläre Notwasserung auf dem New Yorker Hudson River weltbekannt geworden. Beim "Miracle on the Hudson" am 15. Januar 2009 musste der Pilot einen Airbus A320 im New Yorker Hudson River notlanden, nachdem Vögel in die Triebwerke geraten waren. Alle 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder überlebten das Unglück.

Die Landung im eisigen Hudson River vor der Skyline von New York war eine fliegerische Meisterleistung. Der Airbus überschlug sich nicht und brach nicht auseinander, als er mit hohem Tempo auf das Wasser traf. Der ehemalige Militärpilot mit 40 Jahren Flugerfahrung ging damals als Letzter von Bord. Er suchte zuvor noch einmal die sinkende Maschine ab, um auch wirklich niemanden zurückzulassen. Sullenberger wurde seitdem in den USA als Held gefeiert.

Verfilmung und langjähriges Engagement für Flugsicherheit

Sullenberger schrieb eine Autobiografie ("Man muss kein Held sein") – später die Vorlage für Clint Eastwoods Film "Sully" (2016) mit Tom Hanks in der Hauptrolle. 2010 ging Sullenberger in den Ruhestand, setzte sich als Experte aber weiter für Flugsicherheit und Unfallermittlungen ein.

2022 diente Sullenberger kurzzeitig als US-Botschafter bei der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) in Montreal. Vor seinem Abschied äußerte er Bedenken gegen Bestrebungen regionaler Fluggesellschaften, die Anforderungen an Piloten zu senken, was seiner Warnung nach die Sicherheit schwächen würde. "Ich bin zutiefst der Flugsicherheit verpflichtet – der Sicherheit und dem Wohlergehen aller, die fliegen", sagte er damals und betonte, dieses Engagement habe schon vor dem "Wunder vom Hudson" bestanden und werde auch nach seiner Rückkehr ins Privatleben sein Schwerpunkt bleiben.

Bereits 2019 hatte Sullenberger vor dem US-Kongress dafür plädiert, neue Simulator-Trainings für Piloten verpflichtend zu machen, bevor Flüge mit der Boeing 737 Max nach zwei tödlichen Abstürzen wieder aufgenommen werden durften. "Unser derzeitiges System der Flugzeugentwicklung und -zulassung hat uns im Stich gelassen", sagte Sullenberger damals. Der Kongress verabschiedete 2020 daraufhin ein umfassendes Gesetz zur Reform der Zulassungsverfahren der US-Luftfahrtbehörde FAA.

Alzheimer häufigste Demenzform

Die Alzheimer-Erkrankung ist die häufigste Form von Demenz. Es kommt dabei zu einem Absterben von Nervenzellen im Gehirn, was zu Vergesslichkeit, Verwirrtheit, Sprachstörungen oder Orientierungslosigkeit führt.

Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC waren 2024 schätzungsweise 6,9 Millionen US-Amerikaner ab 65 Jahren an Alzheimer erkrankt; die Krankheit war in dieser Altersgruppe die sechsthäufigste Todesursache in den USA.

airliners+ Magazin

Jede Woche neue Impulse: Das digitale Wochenmagazin für die Luftverkehrswirtschaft. Ausgabe herunterladen und lesen
airliners+ Magazin 27/2026 Ausgabe herunterladen
und lesen
Titelbild: airliners+ Magazin 27/2026
Blick auf den Flughafen Dresden., © DPA/Robert Michael
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/05\/5fb94800e6b2fc99-uuvRHS__square__360?v=1777888125","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Robert Michael"},"caption":"Blick auf den Flughafen Dresden."}

Schrumpfen als Strategie: Dresdens Flughafen und der große Offenbarungseid

Standpunkte Ein neues, kleineres Terminal für Dresden klingt pragmatisch. Doch es ist mehr als das: Es ist die Entscheidung, auf Wachstum zu verzichten – für immer. Johannes Reinmüller erklärt, warum das ein strategisches Desaster ist.

4 min
Ausgabe lesen
Hong Kong International Airport Terminal 2: In der Mitte geht es in die Departure Area., © Privat/Andreas Sebayang
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/07\/img-2506-BG4Gdp__square__242?v=1783428373","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 Privat\/ Andreas Sebayang"},"caption":"Hong Kong International Airport Terminal 2: In der Mitte geht es in die Departure Area."}
Digital Passenger (90)

HKIA: Wie man sein Terminal 2 richtig gut modernisieren kann

Artikel 2 – Martin Dresner: Open-Skies und Wettbewerb, © airliners.de/KI
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/06\/open-skies-und-wettbewerb-kGtR7O__square__242?v=1782229780","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 airliners.de\/ KI"},"caption":"Artikel 2 \u2013 Martin Dresner: Open-Skies und Wettbewerb"}
Luftverkehrsabkommen (2)

Open-Skies-Abkommen USA–EU: Wert, Wettbewerb und Allianzmacht

Flugzeuge der Lufthansa und der Lufthansa Cityline stehen am Flughafen München., © DPA/Sven Hoppe
{"@context":"https:\/\/schema.org","@type":"ImageObject","url":"https:\/\/images.airliners.de\/2026\/04\/5fb924006af8000c-ywdihp__square__242?v=1777028412","copyrightHolder":{"@type":"Person","name":"\u00a9 DPA\/ Sven Hoppe"},"caption":"Flugzeuge der Lufthansa und der Lufthansa Cityline stehen am Flughafen M\u00fcnchen."}
Gedankenflüge

Doppelt belastet, einfach gedacht

Interessante Einträge aus dem airliners.de-Firmenfinder

ADV Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen e.V.

Unsere Flughäfen: Regionale Stärke, globaler Anschluss

Zum Firmenprofil

IU International University of Applied Sciences

WIR SIND DIE IU!

Zum Firmenprofil

Wildau Institute of Technology e. V. (WIT)

Berufsbegleitender Aviation-Master und Weiterbildungsformate

Zum Firmenprofil

Flughafen Memmingen GmbH

Memmingen Airport - Der Unternehmerflughafen

Zum Firmenprofil

GAS German Aviation Service GmbH

Deutschlands größtes FBO & Handling Netzwerk

Zum Firmenprofil

AHS Aviation Handling Services GmbH

The perfect team for every stop

Zum Firmenprofil

Hamburg Aviation

Für die Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg.

Zum Firmenprofil

STI Security Training International GmbH

Wir trainieren Ihre Sicherheit.

Zum Firmenprofil

TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH

Fachbereich Aviation

Zum Firmenprofil

HiSERV GmbH

We make GSE simple and smart.

Zum Firmenprofil

TRAINICO GmbH

Kompetenz & Leidenschaft für die Luftfahrt

Zum Firmenprofil

RBF-Originals.de

Ihr Spezialist für "Remove Before Flight"-Anhänger

Zum Firmenprofil