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Flughafen München versetzt Terminal 1 in Winterschlaf

Der Münchner Airport wird das Terminal 1 über den Winter schließen. Grund sind die coronabedingt niedrigen Passagierzahlen. Es ist nicht die erste Schließung in diesem Jahr.

Terminal 1 am Flughafen München. © AirTeamImages.com / Edwin Chai

Der Flughafen München versetzt das Terminal 1 in den Winterschlaf. Das Gebäude wird vom 1. Dezember bis "auf Weiteres" vom Netz genommen. Das bestätigte ein Flughafensprecher auf Anfrage von airliners.de. Der zweitgrößte deutsche Flughafen kämpft mit niedrigen Passagierzahlen in Folge der Corona-Krise. Die betroffenen Airlines werden für den Zeitraum der Schließung im Terminal 2 abgefertigt.

Der Flughafen München rechnet in diesem Jahr mit knapp zwölf Millionen Passagieren. Das wäre nur noch ein Viertel der im vergangenen Jahr gezählten 48 Millionen Fluggäste und rund genauso viele wie im ersten Betriebsjahr 1992. Somit wird 2020 das schlechteste Jahr seit der Eröffnung vor knapp 30 Jahren.

Passagiere am Flughafen München
Fluggäste
Januar3172124
Februar2989978
März1328393
April22773
Mai39398
Juni220237
Juli667040
August875854
September730956
Oktober582479

Die Grafik zeigt das Passagieraufkommen pro Monat am Flughafen München im Jahr 2020.Quelle: Flughafen München

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass der Flughafen München das Terminal 1 vom Netz nimmt. Bereits zwischen dem 29. April und dem 8. Juli war das Terminal 1 für zehn Wochen nicht in Betrieb. Sämtliche Abflüge und Ankünfte wurden in den Wochen über das Terminal 2 abgewickelt.

Im April und Mai war der Betrieb auf dem Flughafen fast vollständig zum Erliegen gekommen, im Sommer gab es dann einen Aufwärtstrend mit wieder 880.000 Passagieren allein im August. Da inzwischen die internationalen Reisebeschränkungen wieder zunehmen, fand der Aufwärtstrend laut FMG im September bereits wieder sein Ende. Mit Blick auf die kommenden Jahre müsste die Verkehrsentwicklung der Kapazität angepasst werden.

Nun sieht sich der Flughafen gezwungen, Jobs zu streichen. Das Jobabbau-Programm trägt den Namen "Restart" und wird von der Unternehmensberatung Roland Berger begleitet. Das Programm soll verschiedene Modelle umfassen. Laut einem Medienbericht soll die FMG Mitarbeitern nahegelegt haben, sich beispielsweise zu U-Bahnfahrern ausbilden zu lassen.

Von: br

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