Flixtrain-Chef André Schwämmlein hat das Vorgehen des italienischen Bahnanbieters Italo kritisiert, der eine umfassende Sonderbehandlung bei der Trassenvergabe angestrebt habe, um exklusive Vorteile gegenüber anderen Wettbewerbern zu erhalten.
Die Bundesnetzagentur sei auf diese Forderungen zwar teilweise eingegangen, doch das Ergebnis sei eine zeitlich und örtlich eingeschränkte Regelung für alle Wettbewerber.
"Jetzt haben wir eine zeitlich und örtlich eingeschränkte Regelung für alle Wettbewerber, von der wir mit Flixtrain aufgrund unserer Erfahrung besonders profitieren dürften", sagte Schwämmlein dem "Spiegel". Grundsätzlich sei Flixtrain für gesunden Wettbewerb – auch mit Italo.
Flixtrain hatte im Mai 2025 für 2,4 Milliarden Euro 65 neue Züge bestellt. Mit diesen Zügen sollen alle großen Ballungsräume verbunden werden, darunter erstmals auch der bisherige Netz-Außenseiter München – mit Verbindungen nach Frankfurt, Hamburg und Berlin.
Die Gefahr einer Überlastung des Schienennetzes durch drei konkurrierende Anbieter hält Schwämmlein für gering, sofern die Beteiligten bei der Planung kooperativ vorgingen.
Über Deutschland hinaus will Flixtrain langfristig auch international wachsen. "Wir werden weiter Züge bestellen und diese auch international einsetzen", sagte Schwämmlein. Zunächst soll jedoch ein flächendeckendes deutsches Netz aufgebaut werden. Den Aufbruch auf der Schiene erwartet er für 2028 oder 2029.