Airbus erhält Musterzulassung für BelugaXL

Bei Flugzeughersteller Airbus kann das neue Großraum-Transportflugzeug BelugaXL Anfang 2020 in Dienst gehen. Bis 2023 sollen insgesamt sechs Exemplare der Maschine auf Basis der A330 gebaut werden.

Die Beluga XL von Airbus nach ihrem Jungfernflug. © AP/dpa / Frederic Scheiber
Infografik zum BelugaXL © Airbus
Airbus hat die Musterzulassung für den BelugaXL erhalten. © Airbus / H. Gousse
Die Beluga XL von Airbus bei ihrem Jungfernflug. © Airbus
Die Beluga XL von Airbus bei ihrem Jungfernflug. © AP/dpa / Frederic Scheiber

Airbus' neuer Riesentransporter BelugaXL hat seine Musterzulassung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) erhalten, teilt der Hersteller mit. Damit sei der Weg zur Indienststellung des Flugzeugs Anfang 2020 frei. Der BelugaXL tage als wichtiger Bestandteil des industriellen Systems von Airbus wesentlich zum künftigen Produktionshochlauf bei. Die Maschine hat 30 Prozent mehr Transportkapazität und ist sieben Meter länger sowie einen Meter breiter als das Vorgängermodell BelugaST.

Nach Airbus-Angaben hat der BelugaXL den größten Frachtraumquerschnitt aller Frachtflugzeuge weltweit. Das neue Modell könne daher zwei Tragflächen des A350 gleichzeitig aufnehmen, während der alte Beluga nur einen transportieren kann. Die Reichweite des neuen Flugzeuges beträgt mit einer maximalen Nutzlast von 51 Tonnen 4000 Kilometer beziehungsweise 2200 nautische Meilen.

Während des Flugerprobungsprogramms absolvierte die Maschine über 700 Flugstunden und durchlief mehr als 200 Flugtests. Airbus wird zwischen 2019 und 2023 insgesamt sechs BelugaXL bauen, die nach und nach die bisherige BelugaST-Flotte ersetzen sollen.

Basis ist A330

Airbus hat das BelugaXL-Programm vor fünf Jahren gestartet. Der neue Großtransporter basiert auf dem A330-200-Frachter, dessen Komponenten und Ausrüstung zu einem großen Teil wiederverwendet werden. Er fliegt mit Trent-700-Triebwerken von Rolls-Royce. Das abgesenkte Cockpit, die Frachtraumstruktur sowie das Heck und Leitwerk wurden gemeinsam mit Partnern entwickelt. Sie verleihen dem Flugzeug sein einzigartiges Aussehen.

Airbus nutzt für den Transport von Teilen zwischen seinen Standorten neben seinen Großraum-Transportflugzeugen auch den Straßen-, Schienen- und Seeweg. Der Lufttransport bleibe jedoch die primäre Methode für große Flugzeugkomponenten, heißt es. Der BelugaXL werde künftig wie sein Vorgänger BelugaST von elf Standorten in Europa aus operieren.

© Fabian Kühne, Lesen Sie auch: Auge in Auge mit Airbus' "Beluga" Reportage

Von: hr

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