Flughafen Stuttgart startet Debatte um Kerosin-Pipeline

10.04.2014 - 15:17 0 Kommentare

Der Stuttgarter Flughafen will sich bis 2017 die sogenannte Nato-Pipeline anschließen, um Kerosinlieferungen per Lkw einzusparen. Zwei Varianten stehen dafür momentan zur Diskussion.

Betankung eines Flugzeugs - © © airliners.de - O. Pritzkow

Betankung eines Flugzeugs © airliners.de /O. Pritzkow

Der Stuttgarter Flughafen hat die Diskussion um eine geplante Kerosin-Pipeline in die Wege geleitet. Am heutigen Donnerstag informierte das Regierungspräsidium nach Angaben des Flughafens die zuständigen Behörden, betroffene Gemeinden und Interessengruppen wie Naturschutzverbände. Rund 80 Bürger hatten sich schon am Mittwochabend Vorträge der planenden Ingenieurbüros angehört. Etwa 200 Menschen verfolgten das per Internet-Livestream.

Die Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) will sich bis 2017 an die durch Baden-Württemberg von Kehl (Ortenaukreis) nach Aalen (Ostalbkreis) führende CEPS-Treibstoffleitung (Central European Pipeline Systems, die sogenannte Nato-Pipeline) anschließen. Für den Bau rechnet die FSG mit Kosten von rund zehn Millionen Euro. Die mögliche Einsparung an klimaschädlichem Kohlendioxid aufgrund wegfallenden Lkw-Verkehrs beträgt nach Angaben des Flughafens bis zu 650 Tonnen pro Jahr.

Im Moment stehen zwei Trassenkorridore zur Diskussion. Eine Variante verläuft parallel zur Autobahn 8, die andere zur Bundesstraße 27. Die Debatte soll laut einer Flughafen-Sprecherin offen geführt werden und könnte auch darin enden, dass die Pläne zu den Akten gelegt werden.

Von: dpa
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