Die mehr als 70 von Vinci betriebenen Flughäfen haben ihren Umsatz im dritten Quartal um mehr als vier Prozent gesteigert. Beim Mischkonzern insgesamt stieg der Umsatz im Jahresvergleich um knapp fünf Prozent auf 20,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte.
Das stärkste Wachstum verzeichnete der Konzern im Geschäft mit Anlagen rund um die Produktion und den Transport von Strom. Der Erlös legte hier um fast neun Prozent zu. Im Baugeschäft ging es um rund vier Prozent aufwärts. Analysten hatten im Durchschnitt mit 20 Milliarden Euro etwas weniger erwartet.
Zahlen zu Gewinn oder Verlust nannte Vinci zum dritten Quartal wie in Frankreich üblich nicht. Das Management bestätigte jedoch seine Jahresziele. Umsatz, operativer Gewinn und der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn sollen weiter steigen.
An der Börse bewegten die Neuigkeiten die Aktie am Freitag kaum. Das Papier lag in Paris kurz nach Handelsstart mit 0,1 Prozent im Minus bei 105,90 Euro. Seit dem Jahreswechsel hat es rund zwölf Prozent verloren.
JP-Morgan-Analystin Elodie Rall schrieb, Investoren dürften trotz der etwas besser als erwartet ausgefallenen Geschäfte weiter eher auf die politischen Entwicklungen in Frankreich schauen und auf die damit zusammenhängenden Implikationen für die Besteuerung. Sie habe daher ohnehin eine gedämpfte Reaktion der Anleger erwartet.
