KLM rechnet damit, erst ihren dritten Airbus A350-900 mit vollständig zertifizierten Sitzen der neuen Business Class zu erhalten. Für die 34 Sitze im ersten Flugzeug, das am vergangenen Freitag auf dem Flughafen Amsterdam-Schiphol landete, fehlt noch die Zulassung.
Das dritte Flugzeug werde voraussichtlich mit vollständig zertifizierten Sitzen ausgeliefert, sagte eine Sprecherin von KLM auf Anfrage von airliners.de. Für die Sitze in den ersten beiden Maschinen liefen die Planungen noch.
Die EU-Flugsicherheitsagentur EASA habe inzwischen die Ergebnisse der Sitztests genehmigt, teilte die Airline mit. Damit könne das Zulassungsverfahren beginnen.
Der Airbus A350-900 vom KLM verfügt über 331 Sitze. Davon entfallen 271 auf die Economy Class, 26 auf die Premium Comfort Class und 34 auf die sogenannte World Business Class. Das erste Flugzeug soll in wenigen Wochen erstmals nach Toronto fliegen, danach auch nach Montreal, zum Kilimandscharo, nach Daressalam, Nairobi und Sansibar.
Die Premium-Comfort-Plätze und die 271 Economy-Sitze stünden dagegen uneingeschränkt zur Verfügung, hatte bereits "CH-Aviation" berichtet.
Lufthansa sperrte Allegris-Sitze monatelang
Auch die Lufthansa musste die Business-Class-Sitze eines neuen Langstreckenflugzeugs zunächst größtenteils sperren, weil die Zulassung fehlte. Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte vor allem die Befestigung eines großen Teils der Sitze des Herstellers Collins Aerospace in den neuen Boeing 787-9 nicht genehmigt. Hintergrund waren verschärfte Anforderungen an Crashtests.
Der A350 soll mittelfristig einen Teil der Langstreckenflotte der KLM ersetzen. Insgesamt investiert die niederländische Fluggesellschaft sieben Milliarden Euro in die Erneuerung ihrer Flotte. Dazu zählen neben der A350 und dem Frachter A350F die Airbus A321 Neo, die Embraer-E2-Flotte für KLM Cityhopper und Flugzeuge vom Typ Boeing 787.