airliners.de Logo

Erste Tarifrunde zu Joberhalt bei Airbus ergebnislos vertragt

Das Airbus-Management und die IG Metall gehen nach ersten Gesprächen über die Zukunft Tausender Arbeitsplätze in Deutschland ergebnislos auseinander. Das nächste Treffen findet in der kommenden Woche statt.

Airbus-Chef Guillaume Faury bei der Vorstellung der Jahresergebnisse für 2019 ©Airbus

Die IG Metall und das Airbus-Management haben die erste Runde der Tarifverhandlungen zur Rettung von Arbeitsplätzen ergebnislos vertagt. Als neuen Termin sei der 2. Oktober vereinbart worden, sagte IG Metall-Verhandlungsführer Carsten Bremer der dpa. Die Gewerkschaft habe bei der ersten Verhandlungsrunde ihre Forderungen vorgestellt und begründet.

Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hatte Airbus Ende Juni angekündigt, weltweit 15.000 der rund 90.000 Jobs in der Verkehrsflugzeugsparte zu streichen, mehr als 5000 davon in Deutschland. Rund 3000 Jobs seien in Norddeutschland betroffen. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden.

Ein Airbus-Sprecher sprach von einer "konstruktiven Atmosphäre" in den Verhandlungen. Über Inhalte wollte er sich nicht äußern. "Wir sind mit den Sozialpartnern im Gespräch, haben aber Vertraulichkeit vereinbart", sagte er der dpa.

© dpa, Sebastian Kunigkeit Lesen Sie auch: Airbus-Chef schwört Belegschaft auf harte Zeiten ein

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte auch Entlassungen nicht ausgeschlossen. Es sei "unwahrscheinlich, dass das freiwillige Ausscheiden aus dem Unternehmen" ausreiche, um 15.000 Arbeitsplätze abzubauen, zitierte unter anderem die französische Wirtschaftszeitung "La Tribune" aus einem Brief an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die IG Metall will betriebsbedingte Kündigungen unbedingt verhindern.

Von: dpa-AFX, br

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Airbus Personal Management Corona-Virus Industrie Gewerkschaften