Auch Helvetic legt gesamte Flotte still

Die angekündigten Sparmaßnahmen reichen nicht. Der ACMI-Spezialist Helvetic muss aufgrund der Corona-Krise die ganze Flotte grounden. Die fehlende Nachfrage durch Großkunde Swiss lässt keine andere Wahl.

Eine E190-E2 der Helvetic Airways. © AirTeamImages.com / Carlo Marcora

Die Fluggesellschaft Helvetic Airways leidet stärker als zuvor gedacht unter dem Nachfrageeinbruch aufgrund der Corona-Krise. Nach Stellenstreichungen erfolgt nun die Stillegung der gesamten Flotte.

Eigentlich wollte Helvetic Anfang vergangener Woche mit einem Einstellungsgs- und Investitionsstopp, einem geringen Arbeitsplatzabbau und einer verzögerten Einflottung der restlichen bestellten Embraer E2-Jets auf die Corona-Krise reagieren.

Die Ereignisse hätten sich seitdem jedoch überschlagen, teilte die Fluggesellschaft nun mit. "Die ganze Eigenproduktion wurde bis auf weiteres annulliert, und da die Swiss ihr Programm signifikant reduziert hat, kann Helvetic Airways im Moment keine Wetlease-Produktion für Swiss durchführen", heisst es in einer Mitteilung.

Kurzarbeit bis Ende Juni

Ein Großteil der Helvetic-Flotte fliegt für Swiss im Wet-Lease. Aus diesem Grund habe das Management entschieden, die gesamte Flotte per sofort temporär stillzulegen.

Die Massnahme hat auch Folgen für die Belegschaft: Infolge der aktuellen Situation hat Helvetic Airways den Angaben nach daher zudem entschieden, beim Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Schwyz Kurzarbeit für das gesamte Unternehmen und seine 450 Mitarbeitenden anzumelden. Diese soll vorerst für die Periode vom 1. April bis Ende Juni 2020 gelten.

Die Liquidität sei aber weiterhin gesichert, betonte das Management: "Die Fluggesellschaft ist diesbezüglich in einer guten Situation." Die Beteiligungsgesellschaft Patinex rund um den Investor Martin Ebner stelle als Eigentümer ausreichend Liquidität zur Verfügung, hiess es dazu.

© Helvetic Airways, Lesen Sie auch: Helvetic flottet erste Embraer E190-E2 ein

Von: dk, dpa

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