Zukunft des Lübecker Flughafens weiterhin in der Schwebe

27.01.2016 - 11:38 0 Kommentare

Für den insolventen Flughafen Lübeck gibt es derzeit drei Interessenten. Doch die Prüfung des Konzeptes und der Finanzkraft eines potenziellen Investors braucht mehr Zeit, als ursprünglich angenommen.

Leere Abfertigungsschalter am Flughafen von Lübeck. - © © dpa - Carsten Rehder

Leere Abfertigungsschalter am Flughafen von Lübeck. © dpa /Carsten Rehder

Die Vorstellung eines neuen Käufers für den insolventen Lübecker Flughafen lässt weiter auf sich warten. Aktuell gebe es noch drei Interessenten, von denen einer ein schlüssiges und erfolgversprechendes Konzept habe, sagte Insolvenzverwalter Klaus Pannen am Mittwoch. Für die Prüfung des Konzeptes und der Finanzkraft des potenziellen Investors brauche er aber mehr Zeit, als ursprünglich angenommen. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Käufer Ende Februar oder Anfang März der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Ursprünglich hatte bereits Ende Januar ein Käufer vorgestellt werden sollen. Der potenzielle Investor kommt nach Angaben Pannens aus dem europäischen Ausland. Er will den Flughafen kaufen und als Verkehrsflughafen mit Linienbetrieb weiterführen. Bei einer Schließung kämen auf die Hansestadt Lübeck hohe Kosten für den Rückbau der Anlagen und die Rückzahlung von Fördergeldern zu.

Der Flughafen hatte Ende September 2015 Insolvenz anmelden müssen, weil der Besitzer, ein chinesischer Geschäftsmann, den Geldhahn zugedreht hatte. Er hatte den Regionalflughafen gut ein Jahr zuvor für einen Euro gekauft.

© dpa, Carsten Rehder Lesen Sie auch: Die bisherigen Eigentümer des Lübecker Flughafens

Bereits im Frühjahr 2014 hatte der Lübecker Airport schon einmal Insolvenz anmelden müssen. Zuvor war überraschend bekannt geworden, dass der Eigentümer seine Anteile an der Yasmina Flughafenmanagement GmbH, die den Flughafen Lübeck-Blankensee seit dem 1. Januar 2013 betrieb, verkauft hatte. Er und der neue Inhaber waren schließlich nicht mehr zu erreichen gewesen. Als Insolvenzverwalter wurde schon damals Klaus Pannen berufen.

Von: gk, dpa
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