Luxair fliegt dreimal täglich Saarbrücken-Berlin

23.10.2017 - 11:06 0 Kommentare

Luxair wird vom 1. Januar an werktags dreimal täglich zwischen Saarbrücken und Berlin fliegen. Zuvor war Air Berlin geflogen. Zum Einsatz kommt zunächst zugeleastes Fluggerät samt Crew von Adria Airways.

Eine Air-Berlin-Maschine und ein Tankfahrzeug stehen am Flughafen Saarbrücken. - © © Flughafen Saarbrücken -

Eine Air-Berlin-Maschine und ein Tankfahrzeug stehen am Flughafen Saarbrücken. © Flughafen Saarbrücken

Die luxemburgische Fluggesellschaft Luxair wird vom 1. Januar 2018 an insgesamt 18 Mal pro Woche die Flughäfen Saarbrücken und Berlin-Tegel miteinander verbinden. Sie tritt damit an die Stelle von Air Berlin, die Ende dieser Woche den Verkehr einstellt. Dies teilten Luxair-Chef Adrien Ney und der Saarbrücker Flughafen-Geschäftsführer Thomas Schuck am Montag in Saarbrücken mit. An den Werktagen fliegt Luxair morgens, mittags und abends. Samstags gibt es einen Flug, sonntags zwei.

"Wir sind froh, dass wir endlich wieder eine gute und stabile Anbindung für Saarbrücken haben", sagte der Flughafen-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Barke. Luxair betreibt die Verbindung zunächst mit einem Jet vom Typ Bombardier CRJ700 der slowenischen Fluggesellschaft Adria Airways, der in Luxair-Farben lackiert wird. Ney sagte, er rechne damit, dass noch im kommenden Jahr die Zahl der Flugfrequenzen über die zunächst vorgesehenen 18 Flüge hinaus erhöht werden könne. Der Vertrag läuft über fünf Jahre.

Im kommenden Jahr werde der Flughafen die Berlin-Strecke mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 1,6 Millionen Euro unterstützen, sagte Schuck. Danach werde die Verbindung profitabel sein. Grund für die Finanzhilfe sei, dass die Strecke im laufenden Jahr erheblich unter vielen Ausfällen und Verspätungen gelitten habe und vor allem das Vertrauen der Geschäftsleute wieder gewonnen werden müsse. Für das laufende Jahr rechnet Schuck deshalb nur mit etwa 100.000 Passagieren. In der Vergangenheit sei die Verbindung von bis zu 160.000 Reisenden genutzt worden. Ney gab sich zuversichtlich, dass bis zu 200000 Passagiere möglich seien: "Wir glauben an das Potenzial dieser Strecke."

Der Preis für das Hin- und Rückflugticket soll bei 149 Euro beginnen. Schuck betonte, für den Saarbrücker Flughafen sei wichtig gewesen, dass das Flugzeug in Saarbrücken stationiert werde. Dies trage auch zur Stabilität der Verbindung bei.

Die Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) begrüßte die schnelle Lösung. "Die direkte und schnelle Erreichbarkeit unserer Stadt ist ein wesentlicher Faktor für Wirtschaftswachstum, Beschäftigungsentwicklung und Tourismus", teilte sie mit. Die Verbindung in die Bundeshauptstadt sei durch den Fünfjahresvertrag dauerhaft gesichert. Möglicherweise gebe es durch Luxair auch Chancen, weitere touristische Ziele von Saarbrücken aus anzufliegen.

Von: dh mit dpa
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