Lufthansa Cargo vermarktet Fracht bei Eurowings

29.02.2016 - 10:33 0 Kommentare

Das Frachtgeschäft bei der Tochter Eurowings bleibt unter dem Dach des Kranichkonzerns. Dies ist jetzt intern entschieden worden, berichtete das Fachportal "CargoForwarder Global".

Eine A330 der Eurowings wird am Flughafen Köln/Bonn beladen. - © © dpa - Oliver Berg

Eine A330 der Eurowings wird am Flughafen Köln/Bonn beladen. © dpa /Oliver Berg

Lufthansa Cargo ist künftig für das Frachtgeschäft der Konzerntochter Eurowings zuständig. Dies sei intern so entschieden worden und werde in aller Kürze per Presseankündigung bestätigt, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Exklusivbericht des Fachportals "CargoForwarder Global", der sich bei der Darstellung auf "zuverlässige Quellen" beruft. Alternativ dazu war längere Zeit die Übertragung des Eurowings-Frachtvertriebs an einen externen Vermarkter in der engeren Auswahl. Inoffiziellen Angaben zufolge soll es sich um "attraktive Angebote" gehandelt haben. Letztlich aber hat sich der Konzern für die interne Lösung entschieden.

Dabei stand offenbar das Austrian-Airlines-Geschäftsmodell Pate. So vermarktet die Lufthansa Cargo die gesamte Frachtkapazität von Austrian Airlines bereits seit 2011, was sich in der Praxis sehr gut bewährt habe, heißt es von beiden Seiten.

Kurz- und Mittelstrecken bleiben ausgespart

Die Eurowings-Regelung tritt mit Beginn des kommenden Sommerflugplans am 27. März in Kraft. Sie betrifft sämtliche Langstreckenflüge des Lufthansa-Ablegers, während die Kurz- und Mittelstrecken ausgespart bleiben. Auf ihnen wird Eurowings künftig, analog zu anderen Billigfliegern, keine Luftfracht transportieren.

Derzeit hat die Fluglinie zwei A330-200-Passagierflugzeuge im Einsatz, die touristische Ziele in der Karibik und in Thailand bedienen. Noch im Laufe dieses Jahres soll die Flotte auf sechs A330-200-Einheiten aufgestockt werden, wodurch auch das Streckennetz deutlich erweitert wird.

© Eurowings, Lesen Sie auch: Zur Nummer drei in Europa braucht Eurowings noch viel Auftrieb

Standort sämtlicher Eurowings-Langstreckenflugzeuge ist Köln-Bonn, wo sich der Umschlag von Frachtsendungen in den kommenden Monaten deutlich erhöhen dürfte. So kann eine A330-200 rund 15 Tonnen Luftfracht pro Start in den Unterflurkammern mitnehmen. Der Airbus-Flieger gilt in der Branche als sehr luftfracht-freundliches Gerät.

Nach Informationen des CargoForwarder Global will Lufthansa Cargo das Kapazitätsmanagement bei Eurowings zentral von Frankfurt aus steuern. Vor Ort in Köln-Bonn soll ein kleineres Team für die operationellen Abläufe stationiert werden.

Von: Heiner Siegmund für airliners.de
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