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Lufthansa-Ticketerstattungen aus erstem Halbjahr nahezu abgearbeitet

Lufthansa hat die erste Welle an Kundenrückerstattungen abgeschlossen. Konzernweit liegt der Betrag bei 2,6 Milliarden Euro. Offen sind noch komplizierte Fälle.

Ticketschalter der Lufthansa am Frankfurter Flughafen. © dpa / Frank Rumpenhorst

Lufthansa hat die im ersten Halbjahr stornierten Tickets nach eigenen Angaben weitestgehend erstattet. Die berechtigten Ansprüche, die bei Lufthansa in Deutschland bis Ende Juni eingegangen sind, wurden weitestgehend ausbezahlt, wie das Unternehmen und haste mitteilte. Offen seien lediglich noch kompliziertere Fälle. Auch diese würden zeitnah abgeschlossen.

Insgesamt haben die Fluggesellschaften der Lufthansa Group in diesem Jahr demnach bislang rund 2,6 Milliarden Euro an insgesamt 6 Millionen Kunden erstattet (Stichtag: 2. September 2020). Offen sind den Angaben zufolge noch 1,1 Millionen Fälle, einschließlich neuer Anträge.

Erstattungsanträge weiter hoch

Weil Flüge gestrichen werden müssen oder Passagiere aufgrund von Reisewarnungen stornieren, entstünden fortlaufend neue Ansprüche. Derzeit gehen bei Lufthansa demnach dreimal so viele Erstattungsanträge ein wie noch vor der Pandemie. Die Zahl der offenen Anträge werde zwar in den kommenden Wochen weiter abnehmen, aber niemals gänzlich null erreichen, erklärte das Unternehmen. Der Konzern hatte angekündigt, bis Ende August die Fälle aus der ersten Jahreshälfte zu erledigen.

Nach EU-Recht sind Fluggesellschaften bei von ihnen veranlassten Stornierungen zur Rückzahlung des Ticketpreises innerhalb von sieben Tagen verpflichtet. Nach dem Zusammenbruch des Luftverkehrs im März hatte Lufthansa automatische Erstattungsprozesse abgestellt und auf Einzelfallprüfungen bestanden.

© Europäisches Parlament, Lesen Sie auch: Gutscheinlösung für Flugtickets kommt nicht

Wie andere Gesellschaften auch versuchte sie zudem, die Kunden mit Gutscheinen zu befriedigen. Das Vorgehen löste scharfe Kritik von Verbraucherschützern und Anzeigen bei den Luftaufsichtsbehörden aus.

Von: dpa-AFX, br

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