Basiswissen Luftverkehr (3) ( Gastautor werden )

Was genau in einem E-Ticket steht

09.06.2017 - 10:25 0 Kommentare

Schon seit einigen Jahren gibt es bei der IATA keine Papiertickets mehr. Flugscheine werden seitdem als E-Ticket ausgestellt. Das ist schneller und kostengünstiger. Wie ein Ticket erstellt wird und was genau die kryptischen Angaben darauf bedeuten, erklärt Luftverkehrsexpertin Sabine Rasch.

Passagiere beim Boarding in München. - © © Lufthansa -  	Ingrid Friedl

Passagiere beim Boarding in München. © Lufthansa / Ingrid Friedl

Flugscheine sind, ganz formal ausgedrückt, Belege über einen Beförderungsvertrag zwischen Fluggast und Fluggesellschaft oder sonstige hiermit zusammenhängende Leistungen. Für das korrekte Ausfüllen der Dokumente sind die Fluggesellschaften und ihre Reisebüroagenten verantwortlich, das gilt auch für eventuell vorzunehmende Änderungen an einem Flugschein.

Im Juni 2008 verabschiedete sich die IATA aus Rationalisierungsgründen von den bis dahin benutzten Papiertickets, die damit immerhin rund 80 Jahre im Umlauf waren. Seitdem wird für die Flugcoupons lediglich ein Datensatz generiert, der den Verkaufs-, Check-In- und Abrechnungssystemen zur Verfügung gestellt wird, das E-Ticket.

Nach der Reservierung eines Fluges per Reservierungssystem durch einen IATA-Agenten oder Mitarbeiter Fluggesellschaft wird das E-Ticket erstellt und durch einen vorgegebenen Transaktionscode zur Ausstellung angestoßen. Normalerweise werden nur der "Agent Coupon" und der "Passenger Itinerary Receipt" (ITR) ausgedruckt - der Agent Coupon kann aber auch als Datei abgespeichert werden. Den ITR bekommt der Passagier dann gleichzeitig in der Regel per E-Mail zugeschickt. Darauf finden sich die zur Buchung gehörenden Beförderungsbedingungen als Verweis. Der ITR dient zudem als Quittung und der Passagier benötigt ihn bei internationalen Reisen unter Umständen für die Einreisebehörden – er sollte ihn deshalb während der gesamten Reise mit sich führen.

Bei einer Buchung wird wie oben geschildert ein Datensatz im Reservierungssystem erzeugt, der alle relevanten Ticketdaten enthält. Um die genaue Nutzung der Coupons verwalten und kontrollieren zu können, erhalten die Coupons sog. „Coupon Status Indicator Codes“. Im Display der beteiligten Fluggesellschaften werden diese detailliert sichtbar - sie können anhand dieser Codes beispielsweise erkennen, ob ein Coupon für die betreffende Fluggesellschaft zur Verwendung frei gegeben wurde, der Passagier bereits eingecheckt oder den Flug beendet hat (Coupon Status: „flown“) und ob der betreffende Coupon umgeschrieben (Coupon Status: „Exchanged“) wurde. Die Check-In-Systeme der Fluggesellschaften sind dazu mit der E-Ticket-Datenbank verbunden.

Was genau in einem E-Ticket steht

Was aber verbirgt sich genau hinter den Eintragungen in den Ticketing-Masken der Reservierungssysteme, die dann ein E-Ticket erzeugen? Wir erläutern das im Detail anhand eines Beispiels zu einem E-Ticket in AMADEUS.

Klicken Sie auf eines der grauen Felder, um zur jeweiligen Erläuterung zu springen:

Beispielticket JJ ARNK Steuerschlüssel Bezahlart Einschränkungen Tarifberechnung Gesamtbetrag Gesamte Steuern Basistarif Freigepäck Ungültig nach Ungültig vor Farebasis Reservierungsstatus Abflugzeit Abflugdatum Reservierungsklasse Fluggesellschaft und Nummer Flughafen XO Coupon 1 bis 5 ST ADT Passagier IOI DOI POI FCMI SI OD Record Locator RCI TKT

Erläuterungen zu den Ticketangaben

Alle Eintragungen in den Ticketing-Masken der Reservierungssysteme am Beispiel eines E-Tickets in AMADEUS:

TKT
Ticketnummer des E-Tickets – die ersten drei Ziffern kennzeichnen den „Ticketing Carrier”/„Validating Carrier“ (auf den das Ticket ausgestellt wird). Dieser muss ein am Routing beteiligter BSP-Carrier (d.h. ein Carrier, der am Abrechnungsverfahren der IATA zwischen Airlines und IATA-Agenten teilnimmt) oder zugelassener General-Sales-Agent dieser Airline sein, der mit allen am Transport beteiligten Fluggesellschaften Interline-Agreements hat. Umfasst ein Ticket mehr als 4 Segmente, werden Folgeticketnummern erzeugt (hier die Ticketnummern 2204114309058 und -59).
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RCI
Feld bleibt leer
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Record Locator
1A: Kennzeichnung für das Reservierungssystem, in dem die Buchung angelegt wurde (hier AMADEUS) und "Record Locator" (Buchungsschlüssel/Reservierungsnummer)
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OD
Origin/Destination (Anfangs- und Endort der Reise – wird bei automatischer Bepreisung auch automatisch belegt). Hier: München (MUC) und Frankfurt (FRA)
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SI
Feld bleibt leer
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FCMI
Indikator für die Art und Weise der Eintragung der tarifrelevanten Daten (automatisch oder manuell erzeugt/ergänzt). Hier 0 = automatisch
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POI
Place Of Issue: Ort (3-Lettercode, hier FRA) der Ticketausstellung
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DOI
Date Of Issue: Datum (hier 30. Dez. 2013) der Ticketausstellung
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IOI
IATA-Nummer der ausstellenden Agentur: (hier 00000232, da Trainingssystem)
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Passagier
Fluggastname. Flugscheine sind nicht übertragbar und nur gültig, wenn die eingetragene Person auch selbst fliegt. Pro Person muss jeweils ein Ticket erstellt werden. Namenseintragungen werden immer in folgender Reihenfolge vorgenommen: Nachname Schrägstrich (/) Vorname Anrede

Achtung: Aus Sicherheitsgründen müssen Name und Vorname im Ticket identisch sein mit dem im Personalausweis bzw. Reisepass des Passagiers. Die Schreibweise des Namens muss hundertprozentig übereinstimmen, um Rückweisungen des Passagiers zu vermeiden. Bindestriche sind in Vor- und Nachnamen nicht erlaubt; gemäß IATA-Ticketing-Handbook sollen Doppelnamen zusammengeschrieben werden, die Reservierungssysteme akzeptieren aber auch Leertasten. Umlaute werden ausgeschrieben (AE, UE, OE) und ß in SS umgesetzt.

  • Nachnamen: Zusätze wie „Von“ oder „De“ werden vor den Nachnamen gesetzt, z. B.: VANBEETHOVEN/LUDWIG MR oder VAN BEETHOVEN/LUDWIG MR
    Sonderfall Doppelnamen: MUELLERLUEDENSCHEIDT/HEINZ MR oder MUELLER LUEDENSCHEID/HEINZ MR
  • Vornamen:
    Sollten möglichst ausgeschrieben werden. Zu lange Vornamen können sinnvoll abgekürzt werden.
  • Anrede:
    z. B. MR (Herr), MRS (Dame), CHD (Child = Kind), INF (Infant = Kleinkind) oder auch Titel wie PROF, DR u. a. (nach der Anrede keinen Punkt zum Abkürzen), z. B. DUESENTRIEB/DANIEL DR MR, Adelstitel gehören zum Nachnamen, z. B. GRAFKOKS/OTTO MR
  • Zusätze:
    Nach dem Namen können ggf. Zusätze angegeben werden, z. B.: - 17FEB 85: Wenn das Geburtsdatum (Date of birth) eingetragen werden muss.

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ADT
Passenger Type Code (hier: ADT = Adult/Erwachsener). Weitere Codes: CHD (Child/Kind), INF (Infant, Kleinkind)
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ST
Damit ist der „Status“ des Coupons gemeint (hier O = „Open for use“, also unbenutzt) und „A“ für „airport control“ (die Kontrolle des 4.Coupons wurde bereits an JJ übergeben, daher hat JJ jetzt Zugriff auf den Couponstatus und kann den Passagier einchecken usw.).
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1 (Coupon 1) bis 5 (Coupon 5)
Die mit (hier) 1-5 nummerierten Zeilen stehen für die Flugcoupons des ehemaligen Papiertickets, die ursprünglich aus einzelnen abtrennbaren Ausdrucken bestanden (Pro Flugsegment 1 Coupon). Die einzelnen Bestandteile werden nachfolgend erläutert:

X/O
Ein „X“ vor dem Flughafen zeigt an, dass aus tariflichen oder verkehrsrechtlichen Gründen hier nur ein Transfer (Umsteigen) und keine Flugunterbrechung stattfinden darf. Möchte der Kunde seine Reise nach Ticketausstellung doch an diesem Ort unterbrechen, so muss das Ticket neu berechnet werden. Die Eintragung eines „O“ vor dem Flughafen, um eine gewünschte Flugunterbrechung/Stopover anzuzeigen, wird dagegen nur von einigen Reservierungssystemen vorgenommen.

Der Unterschied zwischen Transfer und Stopover ist zeitlich definiert: Hält sich ein Fluggast länger als 24 Stunden an einem Zwischenort auf, handelt es sich um eine Flugunterbrechung (Stopover), bei einer kürzeren Aufenthaltsdauer gilt der Aufenthalt als Transfer.
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Flughafen
In diese Felder wird die gesamte Streckenführung (Ausgangsort, alle Umsteige- und Flugunterbrechungsorte und Bestimmungsort) mit den entsprechenden 3-Letter-Codes eingetragen. Auf jeden Fall muss die Streckenführung auf einem Ticket immer lückenlos sein. Findet auf einer Teilstrecke eine Bodenbeförderung statt, so wird für diese sog. „surface-Strecke“ ein VOID-Coupon (Leercoupon) erzeugt. Auch bei einem Flughafenwechsel innerhalb einer Stadt ohne Flugbeförderung wird für jeden Flughafen eine Zeile beschrieben und ein VOID-Coupon für den Flughafenwechsel erzeugt (Kennzeichnung im E-Ticket: ARNK).

Der Flughafen „FRA“ nach der 5. Laufnummer kennzeichnet den Ankunftsflughafen des letzten Coupons. Ob die Flugcoupons in der ausgestellten Reihenfolge abgeflogen werden müssen, hängt von den Beförderungsbedingungen der Airline und ggf. den Bedingungen des jeweiligen Tarifs ab. Eine Nichteinhaltung dieser Bedingungen kann zu einer nachträglichen Nachbelastung führen.
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Fluggesellschaft und Flugnummer
Two-Letter-Code der Fluggesellschaft, die diese Teilstrecke durchführt und die Flugnummer des Fluges. Folgt nach der Flugnummer ein zweiter Airline Code (hier „JJ“ beim 4. Coupon), so handelt es sich bei der erstgenannten Fluggesellschaft um die den Flug vermarktende und bei der zweiten um die den Flug durchführende Fluggesellschaft.
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Reservierungsklasse
Dieser Buchstabe steht für die Reservierungsklasse, in der das Flugsegment zu dem gewählten Tarif im Reservierungssystem eingebucht werden muss. Den eigentlichen Tarif hingegen kennzeichnet die „Farebasis“ (s.u.). Die meisten Fluggesellschaften haben der besseren Handhabung wegen den ersten Buchstaben der „Farebasis“ gleichgesetzt mit der zu buchenden Reservierungsklasse. Nur indirekt lässt sich hieraus auch die „Beförderungsklasse“ ableiten, die für das „Abteil“ im Flugzeug und die damit verbundenen Serviceleistungen steht (z.B. First, Business, Economy). Reservierungsklassen ermöglichen den Fluggesellschaften eine Kontingentierung der einzelnen Tarife, um eine optimale Auslastung jedes Fluges zu einem möglichst profitablen Gesamtergebnis zu erzielen.

Möchte ein Kunde ein günstiges Flugticket erwerben, so hat er, abhängig von seiner eigenen Flexibilität, die Wahl zwischen verschiedenen Sondertarifen (die umso günstiger sind, je restriktiver die Bedingungen ausfallen). Haben Sie einen passenden Sondertarif und eine passende Flugverbindung für ihn herausgefunden, so kann nur anhand der Reservierungsklasse, die diesem Sondertarif zugeordnet ist, im Reservierungssystem der Fluggesellschaft überprüft werden, ob ein Platz zu diesem Tarif noch buchbar ist.

Die Reservierungsklassen werden von den Fluggesellschaften unterschiedlich gewählt. Eine Übersicht über die verschiedenartigen Reservierungsklassen findet sich in den Reservierungssystemen oder kann bei den Fluggesellschaften selbst abgefragt werden. Auch im IATA-Tarifwerk PAT sind diese nachzulesen.
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Abflugdatum
Abflugdatum des Segments in abgekürzter englischer Schreibweise, z. B. 12MAR oder 06FEB; die Jahresangabe entfällt. Übersicht über die Darstellung der Monate: JAN, FEB, MAR, APR, MAY, JUN, JUL, AUG, SEP, OCT, NOV, DEC.
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Abflugzeit
Es werden lediglich die Abflugzeiten des Segments angezeigt, niemals die Ankunftszeit. Wünscht der Kunde eine Übersicht über die Ankunftszeiten, so sollten diese auf einem separaten Reiseplan aufgeführt werden.
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Reservierungsstatus
Abkürzung des Reservierungsstatus:

OK = bestätigt
RQ = Request: Platz ist angefordert, aber noch nicht bestätigt, oder auf der Warteliste
NS = No Seat: Kleinkinder ohne Sitzplatzanspruch
SA = subject to space available: Passagiere ohne Reservierungsanspruch (sog. „stand-by“-Passagiere, z. B. bei ermäßigten Airliner-Tickets)
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Farebasis
Dieses Feld beinhaltet die Tarifbezeichnung. An zweiter Stelle folgt u.U. der sog. „Ticket Designator“, der eine Ermäßigung für bestimmte Personengruppen kennzeichnet sowie bei unterschiedlich hohen Ermäßigungen für diese Personengruppe auch den Prozentsatz der Ermäßigung. Zwei Beispiele sind:

CH: Kinderermäßigung (unter 12), mit Prozentsatz, z. B. CH33
IN: Ermäßigung für Kleinkinder (unter 2 Jahren) z. B. IN90
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Ungültig vor
Ist ein Tarif mit einer Mindestaufenthaltsdauer verbunden, so wird hier das Datum der frühestmöglichen Rückreise auf den Coupons, die die Rückreise betreffen, eingetragen (Tag und Monat). Bei Sondertarifen, die eine Umbuchung nur gegen Gebühr oder gar nicht zulassen, werden jeweils die Reservierungsdaten des entsprechenden Coupons eingetragen.
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Ungültig nach
Im Falle einer Einschränkung der der regulären Maximalgültigkeit von einem Jahr tragen alle Coupons das Datum der Ticketgültigkeit (Tag und Monat). Bei Sondertarifen, die eine Umbuchung nur gegen Gebühr oder gar nicht zulassen, werden jeweils die Reservierungsdaten des entsprechenden Coupons eingetragen.
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Freigepäck
Je nach Gepäckbestimmungen entweder die Eintragung „PC“ für „Piece Concept“ (hier z.B. 1PC für 1 Stück) oder aber 20K, 23K, 30K, 40K für das Gewicht des erlaubten Freigepäcks.
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Fare/Basistarif
Hier erscheint der Flugpreis ohne Steuern in der Währung des Reiseantrittslandes. Der Währungscode steht immer vor dem Betrag. Werden in Deutschland Tickets verkauft, die in einer anderen Währung als dem Euro ausgestellt sind (weil das Ticket in einem Lande außerhalb der Eurozone beginnt), werden sie in Deutschland mit der wöchentlich angepassten Banker’s Selling Rate (BSR) umgerechnet und auf den vollen Euro gerundet. In diesem Fall wird eine zusätzliche „EQUIV-Zeile“ für den umgerechneten Betrag in Euro erzeugt.
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Total Tax/ Gesamte Steuern
Im Zusammenhang mit dem Luftverkehr werden von vielen Ländern bzw. Flughäfen diverse Steuern oder Gebühren zu unterschiedlichen Zwecken erhoben. Es gibt solche, die direkt beim Kauf eines Tickets vom Kunden bezahlt werden müssen, indem sie auf dem Flugschein ausgewiesen werden, und solche, die z. B. am Flughafen erhoben werden. Die Bestimmungen hierzu sind in den Tarifwerken und nachzulesen.

Grundsätzlich gilt, dass eine Steuer oder Gebühr entweder spezifiziert (also mit einem feststehenden Betrag) oder prozentual zum Ticketwert erhoben wird und der eingezogene Betrag an den jeweiligen Flughafen oder die jeweilige Regierung des Landes abgeführt wird, das diese Steuern verlangt.

Zu den in Flugscheinen ausgewiesenen Steuern und Gebühren gehören u. a. Beförderungs-, Flugschein-, Abflug-, Regierungs-, Verkaufs- und Flughafensteuern, Ausstellungs-, Sicherheits- und Dokumentengebühren sowie die deutsche Luftverkehrssteuer und Kerosinzuschläge. Darüber hinaus wird in Deutschland eine Passenger Service Charge – meistens für Landungen auf deutschen Flughäfen, in einigen Fällen jedoch auch für Abflüge – erhoben, die zwischen innerdeutschen und internationalen Flügen unterscheidet und in ihrer Höhe abhängig vom jeweiligen Flughafen variiert.

Im Ticket werden die Steuern in der Währung angezeigt, in der auch der Flugschein bezahlt wird. Der Zusatz “FOR TAX/FEE DETAILS USE TWD/TAX” weist auf eine Entschlüsselung des Tax-Gesamtbetrags im Reservierungssystem hin.
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Total
Gesamtbetrag der Flugreise inkl. Steuern in der Zahlungswährung.
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Tarifberechnung (Fare Calculation/FC)
Hier werden die Einzelheiten der Flugpreisberechnung kenntlich gemacht. Die Eintragung erfolgt in der IATA-Währungseinheit für Tarifberechnungen „NUC“ – außer bei reinen Inlandsflugscheinen, die in der Währung des Reiseantrittslandes ausgestellt werden. Erfolgt die Fare Calculation in NUC, wird am Ende der Tarifkalkulation die ROE (Rate Of Exchange) aufgeführt, mit der dann die Umrechnung in den Basistarif erfolgt.
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Einschränkungen (Endorsements/FE)
Hier können zusätzliche Informationen oder Einschränkungen („Endorsements“) vermerkt werden. Hier einige Beispiele für Endorsement-Eintragungen:

CX 288 F 10JUL FRA HKG RQ für eine Warteliste, die zusätzlich zu den gebuchten Flügen besteht.
VALID ON LH ONLY ist nur auf Flugnummern dieser Fluggesellschaft (hier LH) gültig.
NONREF/FL/CHG RESTRICTED CHECK FARE NOTE für Sondertarife, die Einschränkungen hinsichtlich der Umbuchbarkeit unterliegen
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Art der Bezahlung (Form of Payment/FP)
„CASH“: Barzahlung
„INV“/„INVOICE“ – ist die Zahlung per Rechnung und/oder wird verwendet, wenn eine Erstattung nur unter bestimmten Bedingungen und nach Rückfrage bei dem Flugscheinaussteller möglich sein soll.
„AX12345678“: Kreditkartenzahlung. Es wird immer zuerst der 2-Buchstaben-Code der Kreditkartengesellschaft und dann die Kartennummer aufgeführt, z. B.: AX = American Express; DC = Diners Club; EC = Eurocard; VI = VISA; TP = Airplus - Die CC-Nr. wird geschützt dargestellt, d.h. dass nur die letzten 4 Ziffern zu sehen sind.
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Über die Autorin

Das Basiswissen-Tutorial zum Thema „Luftverkehr“ bietet einen Überblick zu den wichtigsten Grundlagen der Luftverkehrswirtschaft. Alle Luftverkehrs-Tutorials lesen.

Sabine Rasch Die Welt des Reisens ist seit über 30 Jahren die Leidenschaft von Sabine Rasch. Mit dem "Lehrbuch des Linienflugverkehrs“ hat die Touristik-Expertin das langjährige Standardwerk für die Ausbildung von Touristiker in Berufsschulen verfasst, auf dem diese Serie basiert. Kontaktieren Sie die Fachautorin auf www.sabinerasch.de

Von: Sabine Rasch für airliners.de
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