Aeroflot-Billigtochter Pobeda hat weiteren deutschen Flughafen im Visier

28.10.2015 - 12:40 0 Kommentare

Die russische Pobeda will international fliegen - und hat dabei neben Dresden noch einen weiteren deutschen Airport im Visier. Dabei hätte eine bürokratische Hürde die Deutschland-Pläne fast zunichte gemacht.

Eine Boeing 737 der Pobeda. Sie ist eine Tochter der russischen Aeroflot. - © © AirTeamImages.com - Alexander Mishin

Eine Boeing 737 der Pobeda. Sie ist eine Tochter der russischen Aeroflot. © AirTeamImages.com /Alexander Mishin

Die junge russische Low-Cost-Airline Pobeda ("Sieg") will Flüge in Richtung Deutschland aufnehmen. Neben Dresden hat die Billigtochter der Aeroflot auch den Airport Köln/Bonn auf dem Zettel. Es gebe Gespräche, sagte ein Flughafen-Sprecher auf Nachfrage von airliners.de. Aber es sei noch nichts spruchreif.

Wie bereits bekannt möchte Pobeda auch den Flughafen in Dresden anfliegen. Geplant war, den Airport immer donnerstags und sonntags mit Moskau zu verbinden. Dabei ging es vorrangig um Veranstalterflüge russischer Anbieter.

Bürokratie verhindert Start zum Flugplanwechsel

Die Dresden-Flüge sollten eigentlich schon zum Winterflugplanwechsel aufgenommen werden, der am vergangenen Sonntag stattfand. Doch das klappte nicht. Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviatsia hatte den Antrag Pobedas zur Aufnahme internationaler Flüge nämlich zunächst abgelehnt. Die Kehrtwende kam dann wenige Tage nach dem Flugplanwechsel: Wie das Schweizer Fachportal "CH-Aviation" berichtete, erteilte die Behörde die Genehmigung dann doch.

Grund für das zunächst ausgesprochene Verbot waren staatliche Rechtsvorschriften. Diese besagen, dass eine Airline erst für zwei Jahre auf Inlandsstrecken unterwegs sein muss, ehe sie ihr Angebot auf das Ausland ausweiten darf. Pobeda wurde Ende Dezember 2014 gegründet, darum zunächst das Verbot.

© airteamimages.com, Artyom Anikeev Lesen Sie auch: Aeroflot-Billigtochter Pobeda fliegt bald nach Deutschland

Allerdings wurden laut "CH-Aviation" jetzt Tochtergesellschaften von bereits international agierenden Airlines von der Zwei-Jahres-Regel befreit - also auch Pobeda. Sie ist die Billigtochter der staatlich kontrollierten russischen Fluglinie Aeroflot.

Wann Pobeda ihre Flüge nach Dresden starten wird, ist noch unklar. Ein Sprecher der Mitteldeutschen Airport Holding, die den Dresdner Flughafen betreibt, verwies auf Nachfrage auf Pobeda. airliners.de hat bei der Fluggesellschaft angefragt, eine Antwort steht noch aus.

Von: ch
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