Flughafen Wien investiert 500 Millionen Euro in seine Terminals

Um den stark gestiegenen Fluggastzahlen auf Seiten der Infrastruktur gerecht zu werden, investiert der Flughafen Wien eine halbe Milliarde Euro in Modernisierung und Ausbau der Terminals. Das Unternehmen soll damit rentabler werden.

Visualisierung der Süderweiterung des Flughafen Wien. © Flughafen Wien AG
Visualisierung der Süderweiterung des Flughafen Wien. © Flughafen Wien AG
Visualisierung einer Lounge im Terminal 2 des Flughafen Wien. © Flughafen Wien AG
Visualisierung der Süderweiterung am Flughafen Wien, die 2023 in Betrieb gehen soll. © Flughafen Wien AG
Visualisierung des sanierten Terminal 2 am Flughafen Wien. © Flughafen Wien AG
Visualisierung des sanierten Pier Ost am Flughafen Wien. © Flughafen Wien AG
Flughafen Wien © Flughafen Wien AG

Der Wiener Airport investiert rund 500 Millionen Euro in die Modernisierung von Terminal 2 und Pier Ost sowie in den Neubau der 70.000 Quadratmeter großen "T3-Süderweiterung". Durch die umfangreiche Erweiterung der Shopping- und Gastronomieangebote soll die Rentabilität des Unternehmens deutlich gesteigert werden.

Geplant sind unter anderem eine neue zentrale Sicherheitskontrolle, ein zusätzlicher Gepäcksausgabe-Bereich, mehr Platz an den Gates sowie neue Einkaufs- und Gastronomie-Angebote.

Beim Spatenstich kündigten die beiden Flughafen-Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner allerdings erstmal erhebliche Einschränkungen für die Passagiere an. Die Arbeiten am Airport sollen bis 2023 dauern, bis dahin "wird er aber eine Großbaustelle sein, wofür wir unsere Passagiere und Kunden schon jetzt um Verständnis bitten." Die Flughafengesellschaft hat nach eigenen Angaben sein Baumanagement massiv ausgebaut und Kompetenzen aufgebaut, um Verzögerungen beim Bau zu vermeiden.

Investition mit Blick auf dritte Piste

Die Landeshauptfrau von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, sagte, dass die Erweiterung und Modernisierung ein logischer Schritt sei, um bestehende Wachstums- und Zukunftsperspektiven zu nutzen. "Vor allem aber werden weitere wichtige Investitionen in Hinblick auf die dritte Piste gesetzt." Die Bedeutung des Flughafens als wichtige internationale Drehscheibe in der Ostregion solle weiter gestärkt werden.

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Die Maßnahmen im Überblick

Als zentrales Projekt innerhalb des Ausbauplans sieht der Flughafen die sogenannte Süderweiterung, da auf rund 70.000 Quadratmetern ein neues Gebäude entsteht. Die Bauarbeiten sollen hier von Mitte 2020 bis Mitte 2023 laufen.

In der Süderweiterung sind Aufenthalts- und Lounge-Bereiche, zusätzliche Bus-Gates sowie über 30 Shopping- und Gastronomieangebote geplant. Hier legt der Airport einen Schwerpunkt auf einheimische Gastronomie und Marken.

Die Süderweiterung soll auch eine Transferverbindung zwischen den F-, G- und D-Gates schaffen. Die zentrale Sicherheitskontrolle aus Terminal 3 wird künftig in der neuen Süderweiterung zu finden sein, wodurch das Terminal 3 mehr Aufenthaltsfläche bekommt.

Im Terminal 2 werden Wände, Fußböden und Beleuchtung erneuert und die Dachkonstruktion saniert. Das Gebäude wurde in den 1960ern Jahren gebaut und zählt damit zu den ältesten Gebäuden am Flughafen. Nach der Sanierung sollen die Passagiere von hier aus durch eine neue zentrale Sicherheitskontrolle in den dahinter liegenden Einkaufs- und Gastronomie-Bereich, sowie zur Grenzkontrolle und den B-, C- und D-Gates kommen.

Für ankommende Passagiere entsteht eine Gepäcksausgabe mit drei Bändern. Die Inbetriebnahme des sanierten Terminal 2 ist bis Jahresende 2020 geplant.

Im Pier Ost, in dem sich die D-Gates befinden, sollen Aufenthaltsbereiche größer werden und die Shopping- und Gastronomieangebote hochwertiger. Die bisherigen Trennwände und dezentralen Sicherheitskontrollen werden abgebaut. Der Start der Umbauarbeiten im Pier Ost ist für Anfang 2021 vorgesehen, zwei Jahre später soll der Betrieb wieder aufgenommen werden. Während der Arbeiten wird der Passagierbetrieb auf andere Gate-Bereiche umgeleitet.

Der Wiener Flughafen möchte die neuen Gebäude möglichst umweltverträglich zu gestalten, zum Beispiel durch Nutzung von Erdwärme. Laut Airport wird die TU Wien die Projekte außerdem klima- und energietechnisch begleiten.

Von: hr

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