20 Prozent Entschädigung für Ausfall von Videosystem an Bord

Ein Urteil gesteht einer Reisenden eine Entschädigung von 20 Prozent des Reisepreises zu, weil bei einem Langstreckenflug das Bordunterhaltungssystem ausgefallen war. Ein Mangel, der laut Frankfurter Landgericht den Wert der Reise gemindert habe.

Gericht und Justiz (Symbolbild) © Adobe Stock / Nr. 259687395

Viele Fluggesellschaften bieten an Bord ein Unterhaltungsprogramm an - und wenn dieses Videoangebot ausfällt, können Pauschalurlauber einen Teil des Reisepreises zurückfordern. Denn nach Ansicht des Landgerichts Frankfurt stellt ein solcher Ausfall einen Mangel dar (Az.: 2-24 O 20/19). 20 Prozent Minderung des anteiligen Tagesreisepreises befand das Gericht als angemessen.

Im verhandelten Fall hatte die spätere Klägerin bei einem Veranstalter eine Reise nach Madagaskar gebucht. Zu den Leistungen gehören auch die Flüge von Frankfurt über Paris nach Antananarivo und zurück. Beim Rückflug von Madagaskar nach Paris fiel das Videosystem im Flugzeug jedoch komplett aus. Die Klägerin forderte deswegen die Rückzahlung eines Teils des Reisepreises - und hatte damit Erfolg.

Nach Ansicht des Gerichts konnte die Klägerin den Preis mindern, weil die Reise mit Fehlern behaftet war, die den Wert und die Tauglichkeit nach dem gewöhnlichen Nutzen gemindert haben. Für diesen Mangel sprachen die Richter der Klägerin am Ende 114,36 Euro zu.

Von: dk, dpa

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