Rundschau Neuer Druck für die FAA und drohende Streiks bei British Airways

Wider besseren Wissens soll die FAA die Boeing 737 Max nicht schon nach dem ersten Absturz gegroundet haben und ein Gericht gibt den British-Airways-Piloten Rückenwind für Streiks. Unsere tägliche Rundschau.

Seite aus dem ersten Zwischenbericht zum Absturz der Boeing 737 Max 8 von Ethiopian Airlines. © ECAA

Jeden Abend gibt es auf airliners.de die kompakte Rundschau mit den Randnotizen und dem Pressespiegel des Tages.

Das schreiben die Anderen

Die FAA steht in der Kritik, weil sie bei der Zulassung der 737 Max wichtige Sicherheitsprüfungen Boeing selbst überlassen hat. Jetzt wird der Druck auf die Behörde noch größer. Bereits nach dem ersten Absturz soll sie das Risiko für weitere Max-Abstürze als hoch eingestuft haben, ohne adäquat zu reagieren, berichtet das "Wall Street Journal".

2018 gab es 158 gemeldete Drohnensichtungen an deutschen Flughäfen weshalb das Thema bei der Flugsicherung mit hoher Priorität behandelt wird. Bislang hätten Politik und Airports jedoch nicht auf diese Bedrohung reagiert, berichtet "BR24".

In der Diskussion um die Klimafolgen des Reisens und Fliegens wird auch mit moralischen Argumenten gearbeitet. Die speziell deutsche Ausprägung und Geschichte solcher Argumentationsweisen betrachtet die "Neue Zürcher Zeitung".

Nach Angaben des Bundestagsabgeordneten Jörg Cezanne (Linke) wären rund 100.000 Flüge jährlich - umgerechnet mehr als jeder fünfte - am Frankfurter Airport durch die Bahn ersetzbar, wenn Fahrtzeiten bis zu vier Stunden ins Ausland zugrunde gelegt werden und alle Inlandsflüge auf die Schiene kämen, berichtet die "Frankfurter Rundschau".

Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Presseschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Die Randnotizen des Tages

Flugzeuge von British Airways stehen auf dem Flughafen London-Heathrow. Foto: © PA Wire/dpa, Steve Parsons

Piloten der britischen Fluggesellschaft British Airways dürfen streiken. Das hat am Mittwoch ein Gericht in London entschieden. In einer Abstimmung hatten sich die Piloten der Airline mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf ausgesprochen. Hintergrund ist ein seit Monaten dauernder Streit um Gehälter und eine Gewinnbeteiligung.

Der Flughafen Rostock-Laage bekommt in den nächsten fünf Jahren staatliche Beihilfen in Höhe von 5,6 Millionen Euro, berichtet der NDR. Der Betrag sei von der Europäischen Kommission genehmigt worden.

General Electric (GE) hat im zweiten Quartal einen Verlust von 261 Millionen Euro eingefahren. Laut Mitteilung müsse der Konzern hohe Sonderkosten wegen Boeings gegroundeter Flugzeugserie 737 Max verkraften. GE stellt mit Safran Aircraft Engines die Triebwerke für die Maschinen her. Boeing hat die Produktion bis auf weiteres gedrosselt.

Der Buchungssystem-Anbieter Amadeus IT konnte seine Erlöse in den ersten sechs Monaten im Vorjahresvergleich um 14,4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro steigern, wie das Unternehmen mitteilt. Das Ebitda wuchs um 10,7 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro.

Von: dh, hr, dpa, br

Lesen Sie jetzt

Lesen Sie mehr über

Kurz & kompakt