Hansestadt sichert vorerst Betrieb des Flughafens Lübeck

08.04.2016 - 10:08 0 Kommentare

Bis Mitte Mai ist der Betrieb des Flughafens Lübeck gesichert. Möglich macht dies ein Grundstücksverkauf. Insolvenzverwalter Pannen will am Freitag mit einem dritten Interessenten für den Airport sprechen.

Leere Abfertigungsschalter am Flughafen von Lübeck. - © © dpa - Carsten Rehder

Leere Abfertigungsschalter am Flughafen von Lübeck. © dpa /Carsten Rehder

Der kriselnde Flughafen Lübeck-Blankensee erhält noch etwas Zeit. Der Hauptausschuss der Hansestadt Lübeck stimmte jetzt in einer Sondersitzung dem Verkauf eines Grundstückes aus der Insolvenzmasse des Flughafens zu. Durch diese Brückenfinanzierung sei der Betrieb des Flughafens bis Mitte Mai gesichert, sagte Insolvenzverwalter Klaus Pannen nach der nicht-öffentlichen Sitzung.

Weil Wizz Air in wenigen Tagen Lübeck verlässt, steht der Flughafen von dem Zeitpunkt an ohne Einnahmen da. Die ungarische Billigfluggesellschaft hatte angekündigt, drei Strecken von Lübeck nach Hamburg zu verlagern, und zwar schon ab dem 17. April. Die drei restlichen Routen am Airport Lübeck werden ab dem 15. April "vorerst ausgesetzt".

Nach intensiven Gesprächen mit den Interessenten sei er optimistisch, Anfang bis Mitte Mai einen Vertrag mit einem Investor abschließen zu können, sagte Pannen.

Er verhandelt seit Wochen mit zwei potenziellen Investoren. Mit einem dritten ernsthaften Interessenten, der sich in den vergangenen Tagen gemeldet hat, werde er am Freitag erste Gespräche führen, sagte Pannen.

© dpa, Carsten Rehder Lesen Sie auch: Die bisherigen Eigentümer des Lübecker Flughafens

Die Betreibergesellschaft des Lübecker Flughafens hatte im September Insolvenz anmelden müssen. Die PuRen Germany hatte den Airport erst seit August 2014 betrieben.

Der Flughafen Lübeck hatte bereits im Frühjahr 2014 schon einmal Insolvenz anmelden müssen. Zuvor war überraschend bekannt geworden, dass der Eigentümer seine Anteile an der Yasmina Flughafenmanagement GmbH, die den Flughafen Lübeck-Blankensee seit dem 1. Januar 2013 betrieb, verkauft hatte. Er und der neue Inhaber waren schließlich nicht mehr zu erreichen gewesen. Als Insolvenzverwalter wurde schon damals Klaus Pannen berufen.

Von: gk, dpa
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