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Zweibrücken: Insolvenzverwalter bittet Airport-Unternehmen um Geld

Bis Ende Oktober will der Insolvenzverwalter des Flughafens Zweibrücken Klarheit haben, wie es mit dem Airport weitergeht. Vorerst fehlt Geld für den Flugbetrieb im November: Die am Flughafen ansässigen Firmen werden um einen "Solibeitrag" gebeten.

Flughafen Zweibrücken Flughafen Zweibrücken

Der Insolvenzverwalter des Flughafens Zweibrücken, Jan Markus Plathner, ist auf Geldsuche. Er hat 70 am Airport ansässige Firmen angeschrieben und sie um insgesamt 110.000 Euro gebeten. Einen entsprechenden Bericht des «Pfälzischen Merkur» bestätigte Plathners Sprecher Sebastian Brunner.

Dieser Betrag wäre nötig, um den Flugbetrieb im November sicherzustellen - sollte sich bis dahin kein Investor finden, der allein dafür aufkommt. Bis Anfang November ist der Betrieb des 120 Mitarbeiter zählenden Airports dank einer Finanzspritze von Tuifly noch gesichert.

Die Rückmeldungen auf das Schreiben seien «sehr gemischt» ausgefallen, sagte Brunner. Für einige Firmen komme ein Beitrag nicht infrage, andere könnten es sich vorstellen. «Fakt ist, wir müssen den Finanzbedarf auf dem ein oder anderen Weg decken können, sonst können wir den Flugbetrieb nicht fortführen.» Nicht ausgeschlossen sei auch, dass sich einer der Interessenten für den Flughafen mit einem Beitrag beteilige. Nach Brunners Angaben gab es erste Termine mit potenziellen Investoren, Ergebnisse gebe es aber noch nicht. «Wir wollen bis Ende Oktober Klarheit haben», betonte er.

Der Airport hatte Insolvenzantrag gestellt, weil er Staatsbeihilfen von 47 Millionen Euro zurückzahlen muss, dies aber nicht kann.

© Flughafen Zweibrücken , Lesen Sie auch: Zukunft des Flughafens Zweibrücken könnte in der Fracht liegen

Von: dpa

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