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Zwei österreichische Flughäfen bekommen bessere Schienenanbindung

Österreich wird in den Jahren 2021 bis 2026 mehr Geld pro Kopf in die Schiene stecken als Deutschland. Davon werden auch die Flughäfen Graz und vor allem Wien profitieren.

Flughafenbahnhof Wien © ÖBB/Philipp Horak

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben ihren Rahmenplan 2021-2026 vorgestellt, der gleichzeitig auch einen Ausblick auf langfristige Projekte bietet. Auch zwei österreichische Flughäfen werden profitieren.

Der Flughafen Graz bekommt im Rahmen des Aufbaus der Koralm-Bahn nach Klagenfurt einen zweigleisigen Ausbau. Voraussichtlich ab 2025 ist es für Klagenfurter dann möglich, in rund einer Stunde den Flughafen Graz zu erreichen. Dieser ist sehr viel größer, als der Flughafen Klagenfurt.

Der Flughafen Wien wird gleich von zwei Projekten profitieren. Als neues Projekt vorgestellt wurde die niveaufreie Verknüpfung der Flughafenschnellbahn mit der Ostbahn Richtung Wien. Das sollte die Kapazität rund um die Klederinger Schleife erhöhen. Ein Zeitplan wurde nicht genannt.

Ein deutlich größeres Projekt ist die sogenannte Flughafenspange. Mit einer Neubaustrecke wird der Flughafen gen Osten direkt mit Bruck a.d. Leitha verbunden. Bisher ist dies mit Umwegen und langsamen Streckenabschnitten verbunden. Mit dem Ausbau wird der Flughafen Wien auch für Ungarn und Slowakei attraktiver, da Bruck recht nah an den jeweiligen Staatsgrenzen liegt.

© dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: "Schienenpakt" soll Bahn konkurrenzfähig machen

Die Verbindungsbahn soll 1,73 Milliarden Euro kosten und bis 2034 fertiggestellt werden. Im Zuge dessen haben die ÖBB schon einmal neue Produkte angekündigt, ohne allerdings ins Detail zu gehen.

Insgesamt wird Österreich bis zum Jahr 2026 17,5 Milliarden Euro in das System Schiene investieren. Laut ÖBB investiert das Unternehmen damit pro Kopf im Jahresdurchschnitt etwa 40 Prozent mehr, als die Deutsche Bahn mit ihrem Budget bis 2030 plant.

Von: as

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