Zeitung: Kein Geld vom Bund für Tempelhof

Berlin (ddp-bln). Die Chancen für ein Offenhalten des Flughafens Tempelhof sinken weiter. Vom Bund sei kein Geld dafür zu erwarten, den innerstädtischen Airport bis zur Fertigstellung des neuen Großflughafens in Schönefeld 2011 zu betreiben, sagte der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bundestag, Otto Fricke (FDP), dem «Tagesspiegel» (Montagausgabe). Derzeit ist die Schließung Tempelhofs für Ende Oktober 2008 geplant.

Am Wochenende hatte der Chef des Bundeskanzleramts, Thomas de Maizière (CDU), laut einem Medienbericht Gesprächsbereitschaft signalisiert. Als Voraussetzung nannte er jedoch, dass Berlin und Brandenburg ihren Landesentwicklungsplan ändern. Das lehnen beide Länder ab, weil sie eine juristische Gefährdung für den Ausbau des Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) in Schönefeld befürchten.

Eine Tempelhof-Finanzierung könne es nur geben, wenn der Flugbetrieb eine «Hauptstadtaufgabe» erfülle, erklärte Fricke. Dazu könne etwa die Stationierung der Flugbereitschaft der Bundesregierung zählen oder der Einzug eines Ministeriums mit hohen Sicherheitsanforderungen. Die Luftwaffe hatte sich bisher gegen Tempelhof als Standort für die Flugbereitschaft ausgesprochen.

Von: ddp

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