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Zeitfracht kauft Pilotenschule TFC Käufer für German Airways

Die Berliner Zeitfracht-Gruppe baut derzeit die Flotte ihrer Airline German Airways um. Embraer E190 sollen mittelfristig der einzige Flugzeugtyp werden. Den Schulungsaufwand für die Piloten will das Unternehmen nun komplett selbst bewältigen. Auch in der Geschäftsführung stehen Veränderungen an.

Piloten im Cockpit. © Eurowings

German Airways baut eine eigene Pilotenausbildung auf. Dafür übernimmt die Zeitfracht Gruppe als Muttergesellschaft die Flugschule des in Essen beheimateten Unternehmens TFC-Käufer.

Für German Airways seien vor allem die Ausbildungsangebote für die ATPL- und die MPL-Lizenzen wichtig, teilte Zeitfracht mit. Mit dem Kauf werde die Ausbildung der eigenen Piloten auf höchstem Qualitätsniveau sichergestellt.

Die Zeitfracht-Gruppe übernimmt auch die 15 Schulungsflugzeuge der TFC-Käufer. Die bereits bestehenden Ausbildungsprogramme zum Verkehrsflugzeugführer sollen ebenfalls unverändert angeboten werden. Das 1981 gegründete Schulungsunternehmen mit rund 50 Mitarbeitern war bislang im Besitz der Gründerfamilie.

Ursprünglich war eine Zusammenarbeit ohne Übernahme geplant

Geschäftsführer Christian Käufer, Sohn des Firmengründers Rolf Käufer, soll seine Position weiterhin ausfüllen und sieht die Übernahme als logische Reaktion auf Veränderungen in der Branche: "Es ist wichtig für unser Unternehmen, einen starken Partner an der Seite zu haben. Mit Zeitfracht sind wir bereits länger im Gespräch und haben uns jetzt gemeinsam auf eine Übernahme der Flugschule verständigt." Bei diesem Schritt sei beiden Seiten sehr wichtig gewesen, dass bei TFC-Käufer die Kontinuität gewahrt bleibt.

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Dominik Wiehage, COO der Zeitfracht-Gruppe freut sich über den Zukauf: "TFC-Käufer ist ein bestens eingeführtes Unternehmen mit einem hervorragenden Ruf in der Branche. Uns war es wichtig, dass wir uns diese Kompetenz für die Piloten unserer Flugbetriebe nachhaltig sichern und auch in Zukunft weiterhin gut ausgebildetes Personal haben werden." Die Zusammenarbeit werde nun viel enger als ursprünglich geplant.

Auf die Zeitfracht-Gruppe, die German Airways im vergangenen Jahr gegründet hat und unter der Marke ihre beiden Wet-Lease-Airlines WDL und LGW vermarktet, kommen demnächst zudem Veränderungen an der Unternehmensspitze zu. Geschäftsführer Simon Schröter kündigte im Handelsblatt jüngst seinen Rückzug aus der Geschäftsführung des Logistik-Spezialisten an: "Wir bereiten gerade einen Generationenwechsel in der Geschäftsführung vor. Ich werde im September diesen Jahres aus der operativen Geschäftsführung ausscheiden und mich dann um Projekte und das Thema M&A (Zusammenschlüsse und Übernahmen) kümmern.

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Der 39-jährige stieg 2015 in die Berliner Logistikgruppe ein und ist Ehemann der Gesellschafterin Jasmin Schröter, die Zeitfracht in der dritten Generation führt. Eine offizielle Bestätigung des Unternehmens für den Wechsel in der Geschäftsführung steht noch aus.

Von: dk

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