Wowereit kritisiert Verhalten Brandenburgs am Hauptstadtflughafen

Klaus Wowereit, Berlins Regierender Bürgermeister und Aufsichtsratschef am BER, hat Flughafen-Miteigentümer Brandenburg kritisiert und spricht von Störmanövern von verschiedenen Seiten.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). © dpa / Bernd von Jutrczenka
Blick in das Terminal des neuen Flughafens Berlin Brandenburg © dpa / Patrick Pleul

Unter den Eigentümern des künftigen Hauptstadtflughafens bahnt sich neuer Streit an. Hintergrund ist der Schallschutz. Die Stimmung auf der Baustelle könnte besser sein, sagte der Berliner Regierende Bürgermeister und Aufsichtsratschef Klaus Wowereit (SPD) der «Berliner Morgenpost». «Es gibt gerade auch von Brandenburger Seite häufig neue Forderungen.» Dort wird in diesem Jahr ein neuer Landtag gewählt.

Wowereit sagte, für Grundsätzliches wie den Brandschutz und die Nordbahnsanierung gebe es Lösungen, insgesamt sei es aber kompliziert. «Es gibt Störmanöver von verschiedenen Seiten.» Wowereit kritisierte andauernde Indiskretionen aus dem Kreis der Eigentümer. Das sind neben Berlin der Bund und Brandenburg.

Mehdorn will ab Juli die Nordbahn sanieren, die der neue Flughafen vom benachbarten Altflughafen Schönefeld übernimmt. Während der dreimonatigen Arbeiten fliegen die Maschinen von Schönefeld-Alt von der neu gebauten Südbahn. 4000 Haushalte wären neu von Fluglärm betroffen. Für sie fordern die in Brandenburg ansässige Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg und die Anrainergemeinden in der Fluglärmkommission zunächst Schallschutz.

Flughafenchef Hartmut Mehdorn hatte ankündigt, alles zu tun, das bis Juli noch zu schaffen, notfalls aber den Südbahnbetrieb auch ohne Schallschutz zu starten. «Der Flugbetrieb wird nicht ausgeweitet, wenn man ihn für ein paar Monate auf die Südbahn verlagert», unterstützte Wowereit den Flughafenchef. «Es ist in der Summe keine zusätzliche Belastung für die Bürger. Aber man kann jede Debatte auf die Spitze treiben.»

Von: dpa

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