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Wisskirchen managt Kölner Luftfrachtzentrum

Wisskirchen ist seit kurzem neuer Betreiber des Cologne Bonn Cargo Centers am Flughafen Köln/Bonn. Der Nutzungsgrad der Anlage soll sich auch durch die neuen Eurowings-Langstreckenflüge erhöhen.

Cologne Bonn Cargo Center © Flughafen Köln/Bonn

Das Luftfrachtterminal (Cologne Bonn Cargo Center – CBCC) auf dem rheinischen Flughafen wird seit dem 1. September von Bodenabfertiger Wisskirchen Handling Service (WHS) betrieben. Von den dort bislang tätigen rund 80 Mitarbeitern wurden 40 von Wisskirchen per Werkvertrag mit fünfjähriger Laufzeit übernommen. Das übrige Personal bleibt bei der Flughafengesellschaft, wo es andere Aufgaben übernommen hat, sagte deren Frachtchef Franz von Hessen auf Anfrage von airliners.de.

Für den Betrieb des CBCC, das rund 25 Millionen Euro gekostet hat, 2009 eröffnet wurde und Kunden eine Umschlagskapazität von jährlich 130.000 Tonnen bietet, suchte der Flughafen vor allem aus Kostengründen schon länger einen potenziellen Partner. Diesen hat er mit der Firma Wisskirchen schließlich gefunden, mit der ein Nutzungsvertrag über die Dauer von 30 Jahren geschlossen wurde. "Durch dieses Abkommen haben wir die Grundlagen für längerfristiges Wachstum der klassischen Luftfracht bei uns in Köln/Bonn und die dauerhafte Sicherung von Jobs in diesem Sektor geschaffen", so Cargochef von Hessen.

Weitere Frachtfluglinien erwartet

Oliver Hellwig, Inhaber und Geschäftsführer von Wisskirchen Handling, äußerte gegenüber dem Fachportal CargoForwarder Global die Erwartung, dass sich der Nutzungsgrad der Anlage künftig substanziell erhöhen wird. Dies als Resultat weiterer Frachtfluglinien, die sich für die Landung in Köln/Bonn entscheiden sowie vor allem als Ergebnis der Betriebsaufnahme der neuen Lufthansa-Tochter Eurowings.

Sie wird ab Oktober von Köln-Bonn aus Langstreckenflüge im Niedrigpreissegment nach Dubai, Thailand, Kuba und die Dominikanische Republik anbieten. Zu diesem Zweck will Eurowings dort zunächst drei Großraumflugzeuge stationieren, die Flotte jedoch sukzessive auf zunächst sieben Einheiten des Airbus-Baumusters aufstocken. Laut Wisskichen-Chef Hellwig erhöht sich damit auch der Luftfrachtumschlag auf dem Flughafen, da die A330 zwischen zwölf und fünfzehn Tonnen Fracht pro Start mitnehmen kann, abhängig von der Anzahl der Gepäckstücke der Fluggäste und der Länge der Strecke.

Erweiterungspläne liegen bereits vor

Wie anlässlich der Betriebsübergabe des CBCC weiter bekannt wurde, gibt es bereits Erweiterungspläne für das Luftfrachtzentrum. Im Raum stehen, laut Hellwig Investitionen zwischen 15 und 20 Millionen Euro, je nach Größe und Ausgestaltung der CBCC II genannten Anlage. Seine Kalkulation basiert auf werktäglichen Flügen von Frachtern wie der Boeing 747F oder der etwas kleineren Schwester 777F, die für einen Zuwachs der Durchlaufmenge von 45.000 Tonnen (747-4F) oder 40.000 Tonnen (777F) sorgen würden.

Derzeit werden an reiner Luftfracht in Köln-Bonn 45.000 Tonnen umgeschlagen. Dies ist ein Bruchteil der Menge, welche die Expressdienste UPS, FedEx und DHL am Standort bewegen. Insgesamt wurden 2014 am Standort rund 755.000 Tonnen ein- oder ausgeladen. Der Löwenanteil davon waren Expresssendungen.

Von: Heiner Siegmund für airliners.de

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